Am 31. Oktober ist es wieder soweit: Das jährlich begangene Brauchtumsfest „Halloween“ wirkt auf den ersten Blick wie ein harmloser Mix aus Kürbissen, Süßigkeiten und künstlichem Spuk. Doch hinter dem Gruselspektakel steckt mehr als nur ein importierter Trend aus den USA. Vielleicht fasziniert Halloween gerade deshalb so viele Menschen, weil es eine der wenigen Nächte im Jahr ist, in denen das Verdrängte sichtbar werden darf. Geister, Skelette und Hexen erinnern an Themen, die im Alltag oft keinen Platz haben: Vergänglichkeit, Tod, Ängste und die Lust am Unheimlichen. Was sonst eher ausgeblendet wird, erscheint plötzlich bunt beleuchtet in Schaufenstern und Vorgärten. Zugleich erfüllt Halloween eine uralte kulturelle Funktion. Schon in früheren Zeiten markierten Herbstfeste den Übergang von Licht zu Dunkelheit, von der Ernte zur stilleren Jahreszeit. Wenn die Tage kürzer werden und Nebel über Felder und Straßen zieht, wächst die Neigung zu Geschichten über das Geheimnisvolle.
Halloween übersetzt dieses Bedürfnis in eine moderne, spielerische Form. Interessant ist auch die soziale Seite. Kinder klingeln bei fremden Menschen und erbitten Süßigkeiten, Nachbarschaften kommen ins Gespräch, Familien basteln gemeinsam Dekorationen. Hinter den Masken entsteht ein Gemeinschaftsgefühl. Der kontrollierte Schrecken verbindet oft mehr, als er erschreckt.
Kritiker sehen in Halloween allerdings auch ein Symbol für Kommerzialisierung. Ein weiterer Anlass zum Konsum, mit Kostümen, Dekoartikeln und Süßigkeiten in immer größeren Mengen. Die Frage ist deshalb berechtigt, ob der ursprüngliche Zauber dabei manchmal verloren geht. Vielleicht liegt die Wahrheit in der Mitte: Halloween ist weder bloß ein alberner Gruselspleen noch ein tiefsinniges Ritual. Es ist ein modernes Brauchtum, das uralte menschliche Themen berührt. Wir spielen mit unseren Ängsten, lachen über das Unheimliche und verwandeln die Dunkelheit für einen Abend in ein Fest. Gerade darin könnte seine anhaltende Anziehungskraft liegen.











































Spannend einmal aus erster Hand zu erfahren, wer ihn unter welchen Bedingungen gebaut hat. Dieser Frage widmet sich nun ein Buch aus der Feder des damaligen Oberbauleiters Jürgen Ledderboge. Der inzwischen 88-jährige aus Sachsen stammende Baufachmann schildert in dieser verdienstvollen Publikation mit dem Titel „Friedrichstadtpalast – vom Neubau zum Denkmal“ als Insider und Zeitzeuge wesentliche Etappen in der Historie des legendären Revue- und Showtheaters. Das Buch mit 200 Seiten und zahlreichen Abbildungen wird im März 2025 im Passage-Verlag Leipzig erscheinen, kann aber schon jetzt dort bestellt werden.



