Ein digitales Journal aus Berlin

Monat: Dezember 2025

Wintersonnenwende: Stiller Sieg über die Dunkelheit

Es gibt Daten im Kalender, die wirken wie kleine geheime Schwellen. Der 21. Dezember gehört dazu. Wintersonnenwende – das klingt nach Astronomie, nach Achsenneigung und Umlaufbahn, aber im Alltag ist es vor allem ein poetischer Wendepunkt: der kürzeste Tag, die längste Nacht.

Die Nacht als Bühne: In Berlin legt sich die Dunkelheit schon am späten Nachmittag über die Straßen, als wolle sie das Stadtleben in ein gedämpftes Theaterlicht tauchen. Die Laternen übernehmen die Hauptrolle, und selbst die Spätis wirken wie kleine Leuchtinseln im Meer der Finsternis.

Das Versprechen des Lichts: Gerade weil die Nacht so ausgedehnt ist, steckt in diesem Datum ein Trost: Von nun an wird es wieder heller. Ein fast unmerklicher Fortschritt, ein täglicher Millimeter mehr Licht. Die Wintersonnenwende ist der stille Startschuss für die Rückkehr des Tages.

Zwischen Mythos und Alltag: Früher feierten Menschen das Ereignis mit Feuer, Tänzen und Ritualen – ein Triumph über die Dunkelheit. Heute begnügen wir uns mit Kerzen, Glühwein und vielleicht einem Spaziergang durch den Weihnachtsmarkt. Doch die Sehnsucht ist dieselbe: Wärme, Gemeinschaft, ein Funken Hoffnung.

Die optimistische Pointe: Die Wintersonnenwende ist ein paradoxes Fest. Sie markiert den tiefsten Punkt der Dunkelheit und zugleich den Beginn des Aufstiegs ins Licht. Ein kosmisches „Happy End“, das sich jedes Jahr wiederholt – ganz ohne Drehbuch, aber mit perfektem Timing. Man könnte sagen: Der 21. Dezember ist der unscheinbare Held des Kalenders. Kein Feiertag, keine große Inszenierung, und doch trägt er die ganze Symbolik des Neubeginns. Wer an diesem Abend eine Kerze anzündet, feiert nicht nur die Nacht, sondern auch das Versprechen des kommenden Tages.

Recherche & Redaktion: Manfred Weghenkel

Mit Assistenz von KI / Copilot und ChatGPT

Polar Experience: Vom Nordpol zum Südpol zu Fuß

Von Manfred Weghenkel

„Ich geh‘ vom Nordpol zum Südpol zu Fuß“ – was Schlagerikone Frank Schöbel einst versprach, schafft nun in Berlin spielend eine Ausstellung: Die immersive, interaktive Multimedia-Schau „Polar Experience“ bringt beide Extreme der Erde unter ein Dach. Und das ohne klirrende Kälte und Schneesturmrisiko. Die am 5. Dezember in der Arena Berlin als Weltpremiere eröffnete Exposition macht auf kürzestem Weg die sich um die beiden Erdpole gruppierenden Regionen Arktis und Antarktis erstmals gleichzeitig erlebbar. Der faszinierende Rundgang zu den Eisbären und Pinguinen dauert nur etwa 45 Minuten, was zeigt: Der Weg zwischen den beiden über 12.000 Kilometer (Luftlinie) entfernten Polen ist kein Abenteuer mehr, sondern eine beeindruckende virtuell-visuelle Reise, die Lust auf mehr macht.

Der Eingangsbereich der Ausstellung in der denkmalgeschützten Arena in Berlin-Treptow

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Ahoi, Titanic Gendarmenmarkt!

Von Manfred Weghenkel

Mit einem zünftigen, sagen wir mal, Seefahrergruß betreten wir ein Haus, das schon im Namen ein wenig Drama, ein bisschen Mythos und eine ganze Menge Stil verspricht. Keine Wellen, keine Eisschollen – dafür aber eine noble Beherbergungsstätte  im Herzen Berlins, nur wenige Schritte vom weltbekannten historischen Gendarmenmarkt entfernt, der ja erst kürzlich modernisiert worden ist. Wer hier anlegt, merkt schnell: Das in der Französischen Straße 30 gelegene „Hotel Titanic Gendarmenmarkt“ ist kein havariertes, sinkendes Schiff, sondern ein luxuriöser Hafen für Berlin-Besucher, die eine Mischung aus Großstadtflair, Komfort und einen Hauch türkischer, ja orientalischer Gastfreundschaft suchen.

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