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Aktuelles in Kürze

 

Schon Tickets für Topevents 2023

Für mehrere traditionelle Publikums-magneten in der Hauptstadtregion hat der Kartenvorverkauf begonnen. Dazu gehört die überaus stimmungsvolle „Potsdamer Schlössernacht", die im Park Sanssouci am 18. und 19. August stattfindet. Thematisch lehnt sie sich an das 2023er Jahresmotto der Potsdamer Kulturpartner „Holland in Potsdam" an. So verwandelt sich das Motto des Abends oranjegemäß von „prächtig" in „Prachtig!"

Am 23. September ist es in der Berliner Waldbühne wieder soweit. Beim bereits 23. Berliner Taschenlampenkonzert erstrahlt die berühmte Showlocation, erleuchtet von 20.000 Taschenlampen der kleinen und großen Besucher,  wie ein funkelnder Sternenhimmel. Dazu gibt es wieder ein zum Mitsingen und Tanzen einladendes Rockkonzert der Berliner Kultband Rumpelstil.

Nähere Infos und Ticketpreise online über die Websiten der Veranstalter.

                Fotos: Manfred Weghenkel

Winterzauber

in Friedrichsfelde

„Wir sind geflasht!", „Einfach tierisch gut!", „Hier steppt der Bär!" So oder ähnlich klang es am Freitagabend in Berlin-Friedrichsfelde. Schon zum vierten Male fasziniert Europas größter Landschaftstierpark seine Besucher vor, während und nach Weihnachten mit einer spektakulären Lichtshow. Unter dem Motto „Weihnachten im Tierpark" wurde am 18. November dieses effekt- und stimmungsvolle Event in Anwesenheit zahlreicher prominenter Gäste vor allem aus der hauptstädtischen Kunst- und Kulturszene feierlich eröffnet.


Wie Prof. Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der veranstaltenden Deutschen Entertainment AG, betonte, ist die international inspirierte Christmas Garden Show in diesem Jahr noch einmal größer und schöner geworden. Neue Highlights: Bunte Savanne, Wassermärchen, Fluss der Träume und andere. "Wir haben auch viel Wert darauf gelegt, in der gegenwärtigen Energiesituation so sparsam wie möglich mit Strom umzugehen", so der Veranstalter.

DEAG-Chef Prof. Peter Schwenkow.DEAG-Chef Prof. Peter Schwenkow.

Rund um das berühmte, jetzt natürlich farbenprächtig angestrahlte frühklassizistische Schloss Friedrichsfelde präsentiert sich großflächig eine anspruchsvolle Symphonie aus Licht, Musik und anderen künstlerischen  Elementen. Die Besucher können auf Rundgängen in diese einzigartige Winterwelt eintauchen und in der Dunkelheit sogar Zootieren in Lichtgestalt begegnen.  Und natürlich gibt es auch Stände mit Bratwürsten, Glühwein. gebrannten Mandeln und anderen Leckereien. Aus großen Metallschüsseln lodern Flammen, die überdies bei Kälte angenehm wärmen.  Selbst ein nostalgisches Kinderkarussell dreht seine Runden. Erlebnisspaß für groß und klein, für die ganze Familie.

Geöffnet ist das Tierpark-Event bis 15. Januar 2023, und zwar - mit einigen Ausnahmen - täglich von 17 bis 22 Uhr.                                     

Text und Fotos: Manfred Weghenkel

Weitere Informationen: weihnachten-im-tierpark.de 

Das Ende des 17. Jh. erbaute Schloss Friedrichsfelde - schöner Blickfang im abendlichen Tierpark Berlin.Das Ende des 17. Jh. erbaute Schloss Friedrichsfelde - schöner Blickfang im abendlichen Tierpark Berlin. 

Hat gut lachen: Berlins erster und einziger 3-Sterne-Koch Marco Müller vom "Rutz". Foto: Manfred Weghenkel Hat gut lachen: Berlins erster und einziger 3-Sterne-Koch Marco Müller vom "Rutz". Foto: Manfred Weghenkel

Sternstunde
der Spitzenköche

Auf einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit namhaften Berliner Sterneköchen wurde am 30. Juni die aktuelle Situation in der hauptstädtischen Spitzengastronomie erörtert. An dem von der Plattform TourismusDialog.Berlin im historischen Rutz-Zollhaus am Landwehrkanal organisierten Treffen legten Marco Müller, Küchendirektor Restaurant "Rutz", Billy Wagner, Inhaber von "Nobelhart & Schmutzig" und Steven Zeidler, Küchenchef Restaurant "Bricole", ihre Erfahrungen und Standpunkte dar. Teilnehmer des lebendigen Tourismus-Dialogs mit (v. l.): Billy Wagner, Journalistin Annika Schönstedt, Marco Müller und Steven Zeidler. Teilnehmer des lebendigen Tourismus-Dialogs mit (v. l.): Billy Wagner, Journalistin Annika Schönstedt, Marco Müller und Steven Zeidler.

Die in den letzten gut zwei Jahren von der Corona-Pandemie arg gebeutelte Branche müsse sich nun weiteren Herausforderungen stellen, wie den wegen der Abwanderung von Fachkräften entstandenen Personalmangel und den enorm gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreisen.  Die Spitzenrestaurants könnten aufgrund  guter Besucherzahlen - hier zeitige der "Sternenhagel" spürbare Werbewirkung - zwar einiges verkraften, doch die inflationsbedingten höheren Kosten müssten letztlich teilweise an die Gäste weitergegeben werden. So soll sich laut Billy Wagner der Menüpreis im Restaurant "Nobelhart & Schmutzig" von 135 auf 155 Euro erhöhen. Lobend sprach sich Wagner über die von der Regierung für Küchenprodukte eingeführte Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent aus. Diese Entlastung müsse unbedingt weiter Bestand haben.

Das stilvolle Restaurant "Altes Zollhaus", heute Rutz-Zollhaus, am Carl-Herz-Ufer in Kreuzberg bietet "neue feine Berliner Küche".Das stilvolle Restaurant "Altes Zollhaus", heute Rutz-Zollhaus, am Carl-Herz-Ufer in Kreuzberg bietet "neue feine Berliner Küche".

Übrigens, mit 24 Sternen, die der renommierte Guide Michelin Deutschland 2022 an Berliner Restaurants vergeben hat, steht die Hauptstadt vor München (16) und Hamburg (10) an der Spitze. Mit drei Sternen  am höchsten dekoriert wurde Marco Müller; er ist der erste Drei-Sterne-Koch überhaupt in Berlin. der 52-jährige Gastronom, geboren in Potsdam-Babelsberg, kann auf eine lange innovative Berufskarriere verweisen. Sein Erfolgsgeheimnis on Top: "Ich bin Koch aus Leidenschaft und arbeite mit einem Team zusammen, das ebenfalls mit Herzblut dabei ist."
Text und Fotos (3): M. Weghenkel

Der Hingucker des Areals: die historische Wilhelmus-Windmühle neben Grachtenhäusern. Text und Fotos (6): Manfred Weghenkel Der Hingucker des Areals: die historische Wilhelmus-Windmühle neben Grachtenhäusern. Text und Fotos (6): Manfred Weghenkel

Neu: Holland-Park mit Oranje-Flair

Eine neue attraktive Freizeit- und Erlebnisanlage mit Oranje-Flair gibt es seit Anfang April an der nördlichen Peripherie Berlins: den Holland-Park unweit des Autobahndreiecks Barnim, Abfahrt Schwanebeck. Der zur Brandenburger Gemeinde Panketal  gehörende Ortsteil Schwanebeck ist auch recht gut mit Omnibussen aus dem nahen Berlin (z. B. Buch, Malchow) und aus Bernau oder Zepernick erreichbar. Für Pkw-Benutzer steht ein riesiger kostenfreier Parkplatz zur Verfügung.

Das nach der Wende geschaffene ehemalige Gartencenter Holland wurde in den letzten zwei Jahren für 28 Millionen Euro großzügig umgebaut und erweitert. Die jetzt 19 Hektar große Anlage soll mit den Säulen Erlebnis, Spiel & Spaß, Gastronomie und Shopping so etwas wie Freizeitfun für die ganze Familie bieten. Investor und Betreiber ist die Gartencenter aus Holland GmbH. Schon von weitem sichtbare optische Highlights sind die Achtkant-Windmühle und der dritthöchste Rutschenturm Deutschlands.

 

Im modernen lichtdurchfluteten Hauptgebäude erwartet die Besucher ein Holland-Markt mit typisch niederländischen, aber auch regionalen-saisonalen Produkten, ein Gartencenter, eine 4000 qm große Spiel- und Sporthalle und natürlich auch Gastronomie, die von „Thea's Keuken", also Thea's Küche betrieben wird. Essen, trinken und spielen kann man bei schönem Wetter auch draußen.

Demnächst  sollen weitere Attraktionen eröffnet werden, wie die Windmühle „Wilhelmus", dazu ein Mühlenmuseum, eine Dschungelhalle und ein Streichelzoo.

Der Eintritt in den Holland-Park ist gratis. Lediglich für die Indoor-Spiel- und Kletterhalle sowie den Rutschenturm braucht man Tickets. Weitere Infos: www.hollandpark.de

 

 

Anziehungspunkt für Familien und Touristen. Fotos (3): Manfred WeghenkelAnziehungspunkt für Familien und Touristen. Fotos (3): Manfred Weghenkel

Die Britzer Mühle

dreht sich wieder

Ein populäres Berliner Wahrzeichen - die idyllisch neben dem Britzer Garten gelegene historische Britzer Mühle im Stadtbezirk Neukölln - ist nach erfolgreicher Sanierung am 16. Oktober wiedereröffnet worden. Gefeiert wurde dieses vom Verein Britzer Müllerei e. V. bestens organisierte Ereignis mit Kaffe, Kuchen, Schmalzstullen und gut in Anspruch genommenen Führungen durch die Mühle. Auch konnten die Besucher frisch gemahlenes Mehl und warmes Brot aus dem Steinbackofen neben der Mühle erwerben.

Die Grün Berlin GmbH als Bauherr investierte mit finanzieller Unterstützung des Landes Berlin 700.000 Euro in das Projekt. Außen wurde die Mühle mit neuen, strahlend hellbraunen Holzschindeln verkleidet. Die rund 20 Meter hohe, von Obstbäumen und einer Schafweide umgebene Britzer Mühle geht auf die Stechhan'sche Mühle aus dem Jahre 1865 zurück. Nach langem Stillstand wurde sie 1985 zur Bundesgartenschau im benachbarten Britzer Garten umfassend restauriert und wiedereröffnet. Als Zwölfkant-Galerieholländermühle gilt das Bauwerk am Buckower Damm als Wunderwerk der Technik und ist heute eine der wenigen noch arbeitenden Windmühlen in Deutschland. Interessenten können sich dort vom Verein im Müllerhandwerk nach niederländischem Vorbild hobbymäßig ausbilden lassen.

Geöffnet ist die Britzer Mühle von März bis Oktober: freitags und samstags mit Brotverkauf; sonn- und feiertags mit Führungen. Am Pfingstmontag, dem deutschen Mühlentag und am Tag des offenes Denkmals wird im Steinbackofen auch Mühlenbrot gebacken.

 

Furioses Finale als Höhepunkt der Show. Fotos (4): Manfred WeghenkelFurioses Finale als Höhepunkt der Show. Fotos (4): Manfred WeghenkelGrand Show "Arise"

im Friedrichstadt-Palast

Tippi toppi! Nach anderthalbjähriger Corona-Schließpause leistet nun auch der weltbekannte Friedrichstadt-Palast seinen lange erwarteten Beitrag zum Restart des Berliner Kulturlebens. Am 22. September feierte die als neue Grand Show konzipierte Produktion „Arise" in Anwesenheit prominenter Gäste aus Kultur und Gesellschaft, die sich auf dem Roten Teppich dem Blitzlichtgewitter der Fotografen stellten, umjubelte Premiere.

Die kreativen Köpfe Oliver Hoppmann (l.), Nikeata Thompson und Conchita Wurst. Die kreativen Köpfe Oliver Hoppmann (l.), Nikeata Thompson und Conchita Wurst. Das Budget der Inszenierung, in der über 100 Künstlerinnen und Künstler aus 26 Nationen mitwirken, liegt bei 11 Millionen Euro. Zum Kreativteam um den hauseigenen Autor und Regisseur Oliver Hoppmann gehören auch zahlreiche internationale Größen der Szene, wie der Österreicher Tom Neuwirth aka Conchita Wurst, die Eurovision Song Contest-Bühnenbildnerin Frida Avidsson aus Schweden, der italienische Kostümdesigner von Weltruf Stefano Canulli und die britische Top-Choreografin Nikeata Thompson.

Als Ehrengast von Intendant Dr. Berndt Schmidt persönlich herzlich begrüßt: die Berliner Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (99).Als Ehrengast von Intendant Dr. Berndt Schmidt persönlich herzlich begrüßt: die Berliner Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (99).Die mit viel Tempo und Temperament, Glitzer und Glamour umgesetzte Story handelt von dem renommierten Fotografen Cameron, der mit seiner Muse, die ihn künstlerisch ungemein inspiriert, um die Welt reist. Als er die Muse verliert, bleiben ihm freilich noch die Erinnerungen. „Arise" bedeutet hier aufzustehen, nicht aufzugeben, an die Kraft der Liebe und des Lichtes zu glauben. Neben den erstklassigen Tänzern, Sängern und Artisten brillierte natürlich auch wieder die legendäre Girlreihe des Revuetheaters. Ebenso ein Highlight: die extravaganten, farbenprächtigen Kostüme der Mitwirkenden.

An der Berliner Friedrichstraße 107 glitzert's jetzt außen und innen wieder.An der Berliner Friedrichstraße 107 glitzert's jetzt außen und innen wieder.Der hauptstädtische Show-Tempel mit der größten Theaterbühne der Welt schuf wegen der anhaltenden Pandemie ein ausgezeichnetes Hygiene-Konzept z. B. mit effektivem Frischluftsystem und Abstandsregeln, wonach zur Zeit nur zwei Drittel der eigentlich 1895 Plätze besetzt werden.

Weitere Informationen: www.palast.berlin

 

GZSZ-Urgestein Wolfgang Bahro mit seiner Autobiografie am „Wintergarten Berlin". Foto: Manfred WeghenkelGZSZ-Urgestein Wolfgang Bahro mit seiner Autobiografie am „Wintergarten Berlin". Foto: Manfred Weghenkel

Plauderstündchen mit Fiesling Jo Gerner

06. Oktober 2020. Als mieser, fieser, aber auch smarter Rechtsanwalt Dr. Jo Gerner ist er landesweit berühmt, ja berüchtigt. Schon seit 28 Jahren wird diese Fernsehrolle in der RTL-Soap „Gute Zeiten - schlechte Zeiten" von dem Berliner Schauspieler Wolfgang Bahro verkörpert. Der Allround-Mime aus Wilmersdorf feierte kürzlich den 60. Geburtstag und veröffentlichte aus diesem Anlass seine zusammen mit dem Boulevardjournalisten Andreas Kurtz geschriebene Autobiografie mit dem originellen Titel „Immer wieder Gerner". Gestern Abend präsentierte er sie - natürlich unter Coronabedingungen - im traditionsreichen Varieté-Theater „Wintergarten" an der Potsdamer Straße.

Amüsanter Wolfgang Bahro auf dem Podium. Foto: Manfred Weghenkel

Amüsanter Wolfgang Bahro auf dem Podium. Foto: Manfred Weghenkel

Auf der Talk-Couch von Mitautor Kurtz, Kolumnist der Berliner Zeitung,  stellte er sich in schwarzer Hose, schwarzer Weste, blau-grauem Hemd und weißen Turnschuhen locker, witzig und aufgeräumt zwei Stunden lang den Fragen des Moderators, des Publikums und auch einiger per Video eingespielter Promis. Aus dem 224 Seiten starken Buch las er das Anfangskapitel „Der Sinn des Lebens und dieses Buches" vor, um paradox zu enden: „Ich glaube ganz fest an den Sinn des Lebens, kenne ihn aber nicht." Bahro brillierte immer wieder mit Anekdoten und Episoden rund um seine TV-Figur Jo Gerner, die er als "chauvinistisches Arschloch" bezeichnete.

Hauptstadtflair an der Potsdamer Straße. Foto: Manfred WeghenkelHauptstadtflair an der Potsdamer Straße. Foto: Manfred Weghenkel

Zugleich mischte er mehrfach Kostproben seines parodistischen Könnens ein, wenn er etwa wie Inge Meysel, Harald Juhnke oder Rudi Carrell klang. Er verriet, dass er eigentlich nur zwei Monate bei „GZSZ" mitspielen wollte, nun seien es aber fast drei Jahrzehnte geworden. Auf die eingespielte Frage des prominenten Medienrechtlers Prof. Dr. Christian Schertz, wie lange er das noch machen wolle, bekannte Bahro sinngemäß: "Ich orientiere mich an den beiden hochkarätigen Schauspielern Dieter Hallervorden und Herbert Köfer, die mit 85 bzw. fast 100 Jahren immer noch aktiv auf der Bühne stehen."

Und auf die Frage nach Rollen, die er noch gerne spielen möchte, kam die klare Antwort: "Den Bösewicht bei James Bond und den Hauptmann von Köpenick." Mit Publikumsliebling Wolfgang Bahro können wir also erfreulicherweise noch lange rechnen.

                          Manfred Weghenkel                                                               

Palast-Chef Dr. Berndt Schmidt zeigte stolz und freudig die Denkmalplakette. Foto: Manfred WeghenkelPalast-Chef Dr. Berndt Schmidt zeigte stolz und freudig die Denkmalplakette. Foto: Manfred WeghenkelFriedrichstadt-Palast nun auch ein Denkmal

01. September 2020. Der weltbekannte Friedrichstadt-Palast Berlin steht seit gestern  unter Denkmalsschutz. Die öffentliche Bekanntgabe im Haus an der Friedrichstraße 107 nahmen Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, und Dr. Christoph Rauhut, der Landeskonservator des Landesdenkmalamtesm, vor. Sie überreichten die Denkmalplakette an Palast-Intendant Dr. Berndt Schmidt. In kurzen Reden würdigten die drei Herren das 1984 neu eröffnete Show-Theater als letzten Repräsentationsbau der DDR vor der politischen Wende. Den verantwortlichen Architekten sei es dabei damals gelungen, ein künstlerisch einmaliges Gebäude mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen: Anklänge des Jugendstils und Art Déco träfen auf die 'Platte' als technisches sowie gestalterisches Merkmal.

Auch am Palastbau führend beteiligte DDR-Spezialisten waren eingeladen: Architekt Walter Schwarz (89), links, und Oberbauleiter Jürgen Ledderboge (84). Foto: Manfred WeghenkelAuch am Palastbau führend beteiligte DDR-Spezialisten waren eingeladen: Architekt Walter Schwarz (89), links, und Oberbauleiter Jürgen Ledderboge (84). Foto: Manfred WeghenkelAufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen sowie städtebaulichen Bedeutung hat das Landesdenkmalamt Berlin den Friedrichstadt-Palast, der seit seiner Erbauungszeit 1981 bis 1984 fast gänzlich unverändert ist, nun als Baudenkmal der „sozialistischen Postmoderne" geschützt. Zur sinnvollen Überbrückung de Coronakrise wird zur Zeit die Lüftungsanlage erneuert. Der reguläre Spielbetrieb mit der aktuellen Grand Show VIVID soll am 2. Januar 2021 wieder aufgenommen werden.

 

Berliner Meisterköche 2019 ausgezeichnet

 Einige der glücklichen Preisträger 2019 (v. l. n. r.): Berliner Meisterkoch Björn Swanson (Golvet), Lill Sommer i. V. von Johanna Rudolph (Panama), Jasmin Martin & David Johannes Suchy (Frea). Foto: Manfred WeghenkelEinige der glücklichen Preisträger 2019 (v. l. n. r.): Berliner Meisterkoch Björn Swanson (Golvet), Lill Sommer i. V. von Johanna Rudolph (Panama), Jasmin Martin & David Johannes Suchy (Frea). Foto: Manfred Weghenkel

Die "Berliner Meisterköche" des Jahres 2019 wurden am 24. September auf einer Pressekonferenz im Rausch Schokoladenhaus ausgezeichnet. In dem traditionsreichen, bereits zum 23. Mal abgehaltenen Wettbewerb der Gesellschaft "Berlin Partner" ermittelte eine unabhängige Jury unter Vorsitz des namhaften Gastronomieexperten Dr. Stefan Elfenbein aus 130 nominierten Kandidaten die Preisträger in sechs Kategorien. "Berliner Meisterkoch": Björn Swanson - GOLVET. Aufsteiger des Jahres: Johanna Rudolph - Panama. Berliner Gastgeber: Mathias Brandweiner - POTS. Berliner Szenerestaurant: FREA. Berliner Kiezmeister - Domberger Brot-Werk. Gastronomischer Innovator: Bernhard Moser - eat! berlin.

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner: "Wir freuen uns, die Entwicklung Berlins zu eiem außergewöhnlichen Gastronomie-Standort mit der alljährlichen Auszeichnung der Berliner Meisterköche nicht nur begleiten, sondern aktiv fördern zu können." Die Meisterköche seien hervorragende Botschafter der Stadt - für Vielfalt, Kreativität und Professionalität. Zudem sei es Anliegen, "die Genuss-Metropole Berlin noch stärker in den weltweiten Fokus zu rücken."

 

 Ein neues Buch der Künstlerin Moon Suk

Die in Berlin lebende Koreanerin Moon Suk - Künstlerin, Sopranistin und Poetin - hat jetzt ein sehr persönliches Buch über das Glück herausgebracht. Die ehemalige Kulturbotschafterin des ZDF-Morgenmagazins knüpft damit eine unmittelbare Bande zu ihrem 30-jährigen Jubiläum in Deutschland, feiert auf diese Weise 30 Jahre Mauerfall und bedankt sich für das Glück, seit 30 Jahren hierzulande eine künstlerische Heimat gefunden zu haben. 

In ihrer ganz eigenen Art Danke zu sagen, reiht Moon Suk in dem Buch „Glücksblume“ - wie die Perlen einer Kette - Kurzgeschichten, Gedichte und Beschreibungen ihrer Einsichten aus dem Alltag aneinander und entführt die Leser in ihre unkonventionelle Gedankenwelt.

Foto: Manfred WeghenkelFoto: Manfred Weghenkel

Die Texte und Bilder sollen Leser inspirieren, helfen, Wunden zu heilen, und eine neue Perspektive aufzeigen. Moon widmet ihr Buch dabei allen Suchenden und den in sich Ruhenden, den Träumern und den Bodenständigen, denen, die sich in ihrer Haut wohl oder manchmal nicht so wohl fühlen.

Das Buch "Glücksblume" soll im Oktober 2019 im Heidelberger Verlag "Kreativkind" erscheinen und über Crowdfunding vorfinanziert werden. Unterstützern winken ein handsigniertes Exemplar und ein Lesezeichen-Set. Siehe auch:
https://www.startnext.com/gluecksblume

 

 

 

 

Repräsentative Visitenkarte: das neue Foyer des größten Frühjahrsparkes der Welt. Foto: KeukenhofRepräsentative Visitenkarte: das neue Foyer des größten Frühjahrsparkes der Welt. Foto: Keukenhof

Jubiläumssaison in Hollands Frühjahrspark

Pünktlich zum Frühlingsanfang öffnete der weltberühmte Keukenhof in Lisse bei Amsterdam seine Pforten für das Blumenjahr 2019 – eine ganz besondere Saison für den 32 Hektar großen Frühjahrspark: Er feiert ein rundes Jubiläum und wird 70 Jahre alt! Dass das für einen Blumenpark kein Alter ist, beweist das Motto „Flower Power“, dem alle Pflanzungen gewidmet sind. Im Keukenhof werden mehr als sieben Millionen Tulpen, Hyazinthen und Krokusse zu sehen sein. Neben der Farbexplosion in den Gärten sorgen diverse Blumenschauen und Veranstaltungen rund um die Frühblüher für ein ganz besonderes Festival der Sinne. In der Hauptrolle: die Tulpe! Ein Höhepunkt des Themenjahres 2019 ist das romantische Blumenmosaik „Flower Power“, für das die Gärtner bereits im letzten Oktober 50.000 Blumenzwiebeln gesetzt haben: Tulpen, Krokusse und Traubenhyazinthen. Das 250 Quadratmeter große Mosaik zeigt unter anderem eine junge Frau mit John-Lennon-Brille und Blume im Haar. Auch die Inspirationsgärten und die mehr als 20 Blumenshows in den verschiedenen Pavillons sowie die speziellen Veranstaltungen an den Wochenenden folgen ganz dem diesjährigen Motto. Zu den Highlights gehört das  Woodstock-Festival vom 13. bis 19. Mai, mit dem die Saison abschließt.

Mit mehr als einer Million Besuchern aus über 100 Ländern ist der Keukenhof für den niederländischen Tourismus von außerordentlicher Bedeutung. Geöffnet ist er in diesem Jahr bis zum 19. Mai täglich von 8 bis 19:30 Uhr. Erwachsene zahlen 17 Euro, Kinder von vier bis 17 Jahren 8 Euro (Kinder unter drei Jahren frei). 

Informationen: www.keukenhof.nl/de

 

Im Tourismus geht's

weiter bergauf

Das zentralasiatische Hochgebirgsland Tadschikistan ist mit einer Fläche von 143.100 Quadratkilometern und 8,6 Millionen Einwohnern zwar klein, hat aber touristisch große, ja wachsende Anziehungskraft. Nach dem Ende der Sowjetunion 1991 unabhängige Republik geworden, hat sich seither wirtschaftlich und touristisch viel getan. Während 2010 lediglich 160.000 Touristen das Land am Pamir und am Fan-Gebirge besuchten, waren es im "Jahr des Tourismus" 2018 erstmals eine Million. Für die Periode 2019 bis 2022 wurde vom Staat ein großangelegtes Entwicklungsprogramm auf diesem Gebiet beschlossen. Mehr Investitionen, Steuererleichterungen für die Reisebranche, das e-Visa über Internet für Ausländer sind nur einige der Maßnahmen. Ziel: zwei Millionen Besucher jährlich bis 2030.

Das auch hierzulande wachsende Interesse an diesem gastfreundlichen Land mit der attraktiven Hauptstadt Duschanbe und seinen beeindruckenden, insbesondere  alpinen Naturschönheiten mit über 7.000 Meter hohen Gipfeln und wunderschönen Hochgebirgsseen hat den Berliner Trescher-Verlag schon vor Jahren veranlaßt, den sehr informativen, sorgfältig editierten Reiseführer "Tadschikistan" herauszubringen. Inzwischen liegt die 3., aktualisierte und erweiterte Auflage vor, die auf 456 Seiten alle Landesregionen behandelt und mit 21 Stadtplänen, Übersichts- und Regionalkarten sowie über 250 Fotos aufwartet. Hervorzuheben: die ausführlichen praktischen Reisetipps für Individualtouristen.

Traditionelle Musikinstrumente Tadschikistans. Foto: Manfred WeghenkelTraditionelle Musikinstrumente Tadschikistans. Foto: Manfred Weghenkel

 

Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität.Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität. Mercure Hotel MOA Berlin nun zukunftsfest

 Mit einer rauschenden Party, an der etwa 3.500 Branchenkollegen, Kunden und Freunde des Hauses teilnahmen und die von einem attraktiven Show-Programm gekrönt wurde, präsentierte das Mercure Hotel MOA Berlin, am 8. Januar seine im letzten Jahr bei laufendem Betrieb realisierten umfangreichen baulichen Erweiterungen.

140 neue Zimmer, darunter zehn Maisonette-Suiten, stehen den Gästen nun zusätzlich zur Verfügung. Eine neue, 450 Quadratmeter umfassende Bankettküche wurde ebenfalls fertiggestellt. Spürbar vergrößerten sich auch die Event- und Konferenzflächen. Der Tagungsbereich erstreckt sich nunmehr über drei Etagen mit 35 Konferenzräumen. Nicht zuletzt entstand ein neuer hauseigener Fitnessbereich. Zu den Verbesserungen gehört auch, dass die Rezeption nunmehr ins Zentru

Erfolgsproduzent Bernhard Kurz.

Foto: Manfred WeghenkelErfolgsproduzent Bernhard Kurz. Foto: Manfred Weghenkel
Tina Turners Lebensweg

im Estrel Festival Center

Seit mehr als zwanzig Jahren laufen im Hotel Estrel Berlin an der Sonnenallee in Neukölln erfolgreich die von Las Vegas inspirierten spektakulären Doppelgänger-Shows "Stars in Concert". Alle namhaften Größen der internationalen Rock- und Popmusik gaben sich in Gestalt optisch und stimmlich täuschend echter Doubles bisher ein Stelldichein. Entweder in bunter Mischung als "Sechser-Pack" pro Konzertabend, was die Regel ist,  oder in etwas aufwendiger angelegten Specials bzw. Musicals, die einem Superstar, wie Elvis Presley, oder einer Band, wie The Beatles, gewidmet sind.
Seit dem 21. Februar gibt es nun das bewegte Leben der US-amerikanischen Rockröhre Tina Turner als Musical "Simply the Best". Mit etwa  180 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen überhaupt. 

Estrel-Musikproduzent Bernhard Kurz zeichnet die über fünf Jahrzehnte währende Karriere Tina Turners leicht und spritzig  nach - von den bescheidenen Anfängen im Jahre 1958 als Backgroundsängerin in der Band ihres späteren Ehemanns Ike Turner, den großen Chart-Erfolgen des Duos Ike & Tina Turner über die schmerzvolle Trennung von Ike und den schweren solistischen Neustart in den 1980er Jahren bis hin  zu den großen Welthits wie "Private Dancer", "We Don't Need Another Hero", "GoldenEye" oder eben "Simply the Best". Dargestellt wird Tina von der ebenfalls aus Amerika stammenden Dorothea "Coco" Fletcher, die zu den professionellsten Tina-Turner-Lookalikes gehört, wovon sich die Estrel-Besucher schon seit langem überzeugen konnten. Begleitet wird Coco Fletcher in dieser mitreißenden, über zwei Stunden währenden Live-Show von excellenten Musikern, wie dem Grammy-Preiträger Vasti Jackson als Ike Turner und dem fabelhaften Background-Trio "The Ikettes". Gespielt wird das Musical "Simply the Best" in Berlin bis 18. März 2018. Danach geht es auf Tournee.

Übrigens, die inzwischen 78-jährige Tina Turner, die 2009 das letzte Mal auf Welttournee ging und seit 2013 Schweizer Staatsbürgerin ist,  bekommt - genauso wie der legendäre Singer/Songwriter Neil Diamond - für das herausragende Lebenswerk den Grammy Lifetime Achievement Award 2018.

Bestens drauf: Coco Fletcher
als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred WeghenkelBestens drauf: Coco Fletcher als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred Weghenkel

 

 

 

 

 

Fürst-Pückler-Park und Cottbus-Bummel

Veröffentlicht am 26.08.2020

Manfred Weghenkel

Blickfang und Hauptanziehungspunkt im Branitzer Park: das für August Heinrich Graf von Pückler 1770/71 errichtete Barockschloss. Foto: Manfred Weghenkel

Blickfang und Hauptanziehungspunkt im Branitzer Park: das für August Heinrich Graf von Pückler 1770/71 errichtete Barockschloss. Foto: Manfred Weghenkel Als ich unlängst einem Bekannten erzählte, von Berlin aus einen Tagesausflug zum Fürst-Pückler-Landschaftspark nach Branitz und in die nahegelegene Niederlausitz-Metropole Cottbus zu planen, schwärmte der sofort von dem aus drei Eissorten bestehenden leckeren Fürst-Pückler-Eis und vom Zungenbrecher-Spruch „Der Cottbuser Postkutscher kutscht den Cottbuser Postkutschkasten". Beides fällt - wie sich herausstellte - vielen Leuten zuerst ein, wenn es um Hermann Fürst von Pückler-Muskau und die zweitgrößte brandenburgische Stadt Cottbus geht. Doch beides macht natürlich längst nicht die touristische Vielfalt und Bandbreite dieser märkischen Region aus. Gerade jetzt in Corona-Zeiten. da „Heimaturlaub" und Inlandsreisen zu Recht hoch im Kurs stehen, lohnt sich (zumindest) eine Tagestour, die Branitz und Cottbus kombiniert, auf jeden Fall.

Hier beginnt das mehr als 100 Hektar große beeindruckende Gartenreich von Branitz.Hier beginnt das mehr als 100 Hektar große beeindruckende Gartenreich von Branitz.Als „Eingangstor" für Parkbesucher gelten Besucherzentrum / Erlebniswelt im einstigen Gutshof.Als „Eingangstor" für Parkbesucher gelten Besucherzentrum / Erlebniswelt im einstigen Gutshof.Kommt man in die grüne Oase von Branitz, wo derzeit natürlich die üblichen coronabedingten Abstands- und Hygieneregeln gelten, sollte der erste Weg zum Besucherzentrum / Museumsladen im rekonstruierten ehemaligen Gutshof führen. Dort kann man (der Parkbesuch selbst ist kostenfrei!) Eintrittskarten für die Museen, Veranstaltungen und andere Angebote erwerben und sich informieren. Zudem gibt es in dieser Erlebniswelt immer wieder interessante Vorträge und die sehenswerte Multimedia-Ausstellung „Fürst Pücklers Welt - Lebenskunst und Landschaftskunst".

Ein Fürst-Pückler-Aufsteller im Zentrum von Cottbus, mit dem die Stadt den berühmten Lausitzer ehrt.

Ein Fürst-Pückler-Aufsteller im Zentrum von Cottbus, mit dem die Stadt den berühmten Lausitzer ehrt. Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785 - 1871) war ein bedeutender preußischer Landschaftsgestalter, Schriftsteller, Weltreisender und Visionär des 19. Jahrhunderts. Nachdem er sich mit seinem ersten Adelssitz - Park und Schloss Muskau in der Oberlausitz - wirtschaftlich übernommen hatte, verkaufte er 1845 dieses Anwesen und siedelte auf sein Erbschloss Branitz bei Cottbus um. Im Alter von 60 Jahren begann er dort bis in die 1850er Jahre hinein, rund um das unter Einfluss von  Gottfried Semper modernisierte Barockschloss einen neuen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild anzulegen. Eben jenen bis heute national und  international renommierten Fürst-Pückler-Park Branitz, der zum „Meisterwerk" des „Grünen Fürsten" wurde, wie er selbst bekundete. Es gibt Bemühungen, diese großartige Schöpfung in das UNESCO-Weltkulturerbe aufzunehmen.

Das Kavalierhaus, wo einst adlige Gäste des Fürsten abstiegen - heute Restaurant und Hotel.

Das Kavalierhaus, wo einst adlige Gäste des Fürsten abstiegen - heute Restaurant und Hotel. Beliebt sind bei schönem Wetter auch gemütliche Kutschfahrten durch den ausgedehnten Park. 

Beliebt sind bei schönem Wetter auch gemütliche Kutschfahrten durch den ausgedehnten Park. Vom „Eingangstor" aus eröffnet sich der weitläufige,  über 100 Hektar große Fürst-Pückler-Park mit seinen faszinierenden Gebäuden, Seen, Wasserläufen und Grünanlagen. Mit den Außenbereichen umfasst das Areal sogar rund 600 Hektar. Schon bald erreicht man das im englischen Tudorstil errichtete Kavalierhaus - früher Gästeunterkunft des Fürsten. Liebevoll saniert, beherbergt es heute das Restaurant und die Pension „Cavalierhaus" im gehobenen Segment.

Eines der Wandreliefs im Pergolagarten.Eines der Wandreliefs im Pergolagarten.Die Büste der Operndiva Henriette Sontag.Die Büste der Operndiva Henriette Sontag.Am Weg zum Schloss liegt der ebenfalls im Tudorstil erbaute Marstall, wo die edlen Pferde des Fürsten untergebracht waren. Im Marstall laden heutzutage wechselnde Sonderausstellungen ein. 75 Jahre nach Kriegsende wird hier noch bis Ende September die Ausstellung „Branitz 1945" gezeigt, die auf das Pückler-Erbe in den frühen Nachkriegsjahren zurückblickt.

Blick aus dem zum „Pleasureground" gehörenden Pergolagarten auf das Mitte des 19. Jahrhunderts noch einmal umgebaute spätbarocke Fürst-Pückler-Schloss.Blick aus dem zum „Pleasureground" gehörenden Pergolagarten auf das Mitte des 19. Jahrhunderts noch einmal umgebaute spätbarocke Fürst-Pückler-Schloss.Als Mittelpunkt der ab 1846 von Fürst Pückler nach eigenen Worten bei Cottbus geschaffenen "künstlerischen Oase in einer Wüste" ist natürlich das Barockschloss Branitz  bis heute als Museum ein besonderer Anziehungspunkt im Parkensemble. Die Besucher erhalten Einblick in die bunte, exaltierte, facettenreiche Lebenswelt des Fürsten. Gezeigt werden Reiseandenken, Kunstsammlungen, opulente Stoffe, farbenprächtige Wandfassungen, eine große Bibliothek. Und immer wieder wechseln reizvolle Ausblicke in den rundum gepflegten Park. An der Rückseite des Schlosses liegt ein schöner See; im Garten daneben glänzt in einer offenen Rundlaube die vergoldete Büste der weltbekannten Opernsängerin Henriette Sontag, mit der Pückler 1828 in London eine Affäre hatte.

Die Landpyramide. Betreten verboten! Absturz- und Erosionsgefahr!Die Landpyramide. Betreten verboten! Absturz- und Erosionsgefahr!Die Seepyramide mit den sterblichen Überresten von Fürst Pückler und Gemahlin Lucie.Die Seepyramide mit den sterblichen Überresten von Fürst Pückler und Gemahlin Lucie.Überaus populär ist der Branitzer Landschaftspark nicht zuletzt wegen der beiden grün bewachsenen Pyramiden, die Fürst Pückler - angeregt durch Orientreisen - nach ägyptischem Vorbild errichten ließ. Es sollen die in Europa einzigen Bauwerke dieser Art sein. Und es gibt wohl kaum einen Besucher, der nicht dorthin pilgert, obgleich sich der Fußweg zum Beispiel vom Schloss aus ziemlich hinzieht. Aber einmal dort angekommen, ist man überwältigt. Links erhebt sich auf einem künstlichen Hügel die 1860 bis 1863 aus dem Aushub der umliegenden Seen  modellierte Landpyramide, während auf der rechten Seite mitten im Wasser die imposante Seepyramide (Tumulus), in der Fürst Pückler 1871 beigesetzt wurde,  aufragt. Seit 1884 liegt hier auch Pücklers Frau Lucie begraben, da sie vom alten Branitzer Dorffriedhof hierher umgebettet wurde. 

Beim Wanden um die faszinierende Seepyramide herum eröffnen sich immer neue Stimmungsbilder.

Beim Wanden um die faszinierende Seepyramide herum eröffnen sich immer neue Stimmungsbilder. Wer aufmerksam durch den Park mit seinen rund 15 000 Bäumen schlendert, wird schnell bemerken, dass dieses denkmalgeschützte grüne Paradies durch den Klimawandel bereits gelitten hat und ziemlich gefährdet bleibt. Da entdeckt man in den Wipfeln so mancher uralter Baumriesen wie Eichen und Buchen viele kahle Äste, die bei starkem Wind oder Sturm einfach abbrechen und herunterfallen können. Da sieht man bei genauem Hinsehen an gelockerten Baumrinden den berüchtigten Borkenkäferbefall. Oder man schaut auf bereits ausgetrocknete Wasserläufe und wundert sich gar nicht, dass dicke blaue Bewässerungsschläuche und Beregnungsanlagen im Einsatz sind. Das Wasser dafür kommt aus der nahen Spree, wobei in Hitzeperioden hier freilich Limite gesetzt sind.

Milde Winter, heiße Sommer - also der fortschreitende Klimawandel mit Trockenheit und Schädlingsbefall stellen für die Parkmanager große Herausforderungen dar. Wer sich näher dafür interessiert, dem sei die aktuelle Reportage „Gartenparadiese in Gefahr - Historische Parks im Klimawandel" empfohlen, die das rbb-Fernsehen am 25. August ausstrahlte und in der Mediathek abgerufen werden kann. Übrigens, neben der Branitzer Anlage sind darin auch die bekannten Potsdamer Landschaftsparks von Sanssouci und Babelsberg einbezogen.

Der Altmarkt ist die „gute Stube" von Cottbus, wo man auch gut und abwechslungsreich essen kann.

Der Altmarkt ist die „gute Stube" von Cottbus, wo man auch gut und abwechslungsreich essen kann. Nach entspannendem Aufenthalt, verbunden mit quasi pyramidalen Eindrücken, im Pückler-Kleinod Branitz soll es nun in die gar nicht weit entfernte Innenstadt von Cottbus gehen. Die mitunter etwas unterschätzte Niederlausitz-Metropole (niedersorbisch Chóśebuz) - anno 1156 erstmals urkundlich erwähnt - zählt mit ihren rund 100.000 Einwohnern touristisch zwar nicht zu den führenden deutschen Städtereisezielen, bietet den Besuchern dennoch viel Sehenswertes und sogar auch allerhand Überraschendes. 

Größte Kirche der Lausitz-Stadt ist die Oberkirche St. Nikolai (mit Turmaussicht) gleich hinter dem Altmarkt.Größte Kirche der Lausitz-Stadt ist die Oberkirche St. Nikolai (mit Turmaussicht) gleich hinter dem Altmarkt.Zu den wunderschön restaurierten Giebelhäusern am Altmarkt neben dem Marktbrunnen gehört auch das des heutigen Apothekenmuseums.Zu den wunderschön restaurierten Giebelhäusern am Altmarkt neben dem Marktbrunnen gehört auch das des heutigen Apothekenmuseums.Auf jeden Fall sollte man eine Altstadttour vorsehen, die nur etwa zwei Kilometer lang und damit gut zu Fuß zu bewältigen ist. Ausgangspunkt ist in der Regel der gepflegte, denkmalgeschützte Altmarkt mit dem Marktbrunnen und schön restaurierten Häusern. Dazu gehört das in der früheren Löwen-Apotheke, ein Gebäude mit Staffelgiebel,  untergebrachte Brandenburgische Apothekenmuseum, das historische Apothekeneinrichtungen seit 1850 zeigt sowie Kräuter und Tee verkauft. Weitere interessante Cottbuser Museen: das Wendische Museum, das Stadtmuseum, das Kunstmuseum Dieselkraftwerk und das Flugplatzmuseum. Auch das Raumflugplanetarium „Juri Gagarin" am Lindenplatz lohnt einen Besuch. 

Romantischer Winkel an der alten Stadtmauer mit der Lindenpforte.

Romantischer Winkel an der alten Stadtmauer mit der Lindenpforte. Am Mühlengraben, wo die ältesten Häuser von Cottbus stehen.Am Mühlengraben, wo die ältesten Häuser von Cottbus stehen.Sehenswert sind ferner die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer mit Türmen, Toren und Wiekhäusern. Herausragend dabei der aus dem 15. Jahrhundert stammende Münzturm und der 31 Meter hohe  Spremberger Turm sowie die Lindenpforte (1879) - ein Stadttor zwischen Altstadt und Neustadt. Am Mühlengraben stehen als älteste Cottbuser Gebäude die Loh- und Weißgerberhäuser, die drei Bauepochen zwischen 1727 bis 1860 verkörpern. Von den Sakralbauten seien die dreischiffige Oberkirche St. Nikolai (14. Jahrhundert) mit dem 55 Meter hohen Kirchturm, die Schlosskirche (1419) und die Klosterkirche, auch „Wendische Kirche" genannt, besonders erwähnt. Cottbuser Industriekultur vom Feinsten stellt das imposante Baudenkmal „Altes E-Werk" (1903) dar, das zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde. 

Rund um das Alte Elektrizitätswerk von 1903 gegenüber dem Mühlengraben ist denkmalgeschützte Industriekultur zu bewundern.Rund um das Alte Elektrizitätswerk von 1903 gegenüber dem Mühlengraben ist denkmalgeschützte Industriekultur zu bewundern.Etwas außerhalb des Zentrums liegen zwei weitere architektonische Highlights von Cottbus aus unterschiedlichen Bauepochen. Zum einen ist es der gewaltige Jugendstilbau des Staatstheaters aus dem Jahre 1908 am Schillerplatz - übrigens das einzige staatliche Theater im Land Brandenburg. Es präsentiert Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Und dann  gibt es den 2005 eröffneten spektakulären Neubau der Uni-Bibliothek am Zentralcampus. Das von Schweizer Architekten entworfene 32 Meter hohe Bauwerk besticht durch seine gekurvten Formen und die Glasfassade, auf der das sogenannte Weltalphabet gepixelt wurde. Dieses schon von weitem erkennbare eindrucksvolle Gebäude am Platz der Deutschen Einheit zieht viele Architekturfans aus aller Welt an und ist das moderne Wahrzeichen von Cottbus geworden. 

Reizvolle Cottbuser architektonische Kontraste: das historische Jugendstil-Theater von 1908...Reizvolle Cottbuser architektonische Kontraste: das historische Jugendstil-Theater von 1908......und die futuristisch kurvige TU-Bibliothek - ein modernes Aushängeschild der Lausitz.

...und die futuristisch kurvige TU-Bibliothek - ein modernes Aushängeschild der Lausitz. Ach so - der eingangs erwähnte Cottbuser Postkutscher! Geboren wurde er als Motiv für gedruckte Cottbuser Bildpostkarten in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Daraufhin entwickelte er sich schnell zum zünftigen Stadtoriginal. Seit 2006 hat die bekannteste Symbolfigur der brandenburgischen Großstadt sogar ein Bronzedenkmal an der Lindenpforte; und sehr unterhaltsam sind abendliche Altstadtführungen mit einem Postillon-Darsteller in historischem Gewand.

                                                                                                     Text und Fotos (20): Manfred Weghenkel

 

 Weitere Informationen: 

Stiftung Fürst-Pückler-Museum
Park und Schloss Branitz

Robinienweg 5

03043 Cottbus

www.pueckler-museum.de

Stadtverwaltung Cottbus / Chóśebuz

Neumarkt 5

03046 Cottbus

www.cottbus.de

www.cottbus-tourismus.de

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