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Aktuelles in Kürze

 

Schon Tickets für Topevents 2023

Für mehrere traditionelle Publikums-magneten in der Hauptstadtregion hat der Kartenvorverkauf begonnen. Dazu gehört die überaus stimmungsvolle „Potsdamer Schlössernacht", die im Park Sanssouci am 18. und 19. August stattfindet. Thematisch lehnt sie sich an das 2023er Jahresmotto der Potsdamer Kulturpartner „Holland in Potsdam" an. So verwandelt sich das Motto des Abends oranjegemäß von „prächtig" in „Prachtig!"

Am 23. September ist es in der Berliner Waldbühne wieder soweit. Beim bereits 23. Berliner Taschenlampenkonzert erstrahlt die berühmte Showlocation, erleuchtet von 20.000 Taschenlampen der kleinen und großen Besucher,  wie ein funkelnder Sternenhimmel. Dazu gibt es wieder ein zum Mitsingen und Tanzen einladendes Rockkonzert der Berliner Kultband Rumpelstil.

Nähere Infos und Ticketpreise online über die Websiten der Veranstalter.

                Fotos: Manfred Weghenkel

Winterzauber

in Friedrichsfelde

„Wir sind geflasht!", „Einfach tierisch gut!", „Hier steppt der Bär!" So oder ähnlich klang es am Freitagabend in Berlin-Friedrichsfelde. Schon zum vierten Male fasziniert Europas größter Landschaftstierpark seine Besucher vor, während und nach Weihnachten mit einer spektakulären Lichtshow. Unter dem Motto „Weihnachten im Tierpark" wurde am 18. November dieses effekt- und stimmungsvolle Event in Anwesenheit zahlreicher prominenter Gäste vor allem aus der hauptstädtischen Kunst- und Kulturszene feierlich eröffnet.


Wie Prof. Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der veranstaltenden Deutschen Entertainment AG, betonte, ist die international inspirierte Christmas Garden Show in diesem Jahr noch einmal größer und schöner geworden. Neue Highlights: Bunte Savanne, Wassermärchen, Fluss der Träume und andere. "Wir haben auch viel Wert darauf gelegt, in der gegenwärtigen Energiesituation so sparsam wie möglich mit Strom umzugehen", so der Veranstalter.

DEAG-Chef Prof. Peter Schwenkow.DEAG-Chef Prof. Peter Schwenkow.

Rund um das berühmte, jetzt natürlich farbenprächtig angestrahlte frühklassizistische Schloss Friedrichsfelde präsentiert sich großflächig eine anspruchsvolle Symphonie aus Licht, Musik und anderen künstlerischen  Elementen. Die Besucher können auf Rundgängen in diese einzigartige Winterwelt eintauchen und in der Dunkelheit sogar Zootieren in Lichtgestalt begegnen.  Und natürlich gibt es auch Stände mit Bratwürsten, Glühwein. gebrannten Mandeln und anderen Leckereien. Aus großen Metallschüsseln lodern Flammen, die überdies bei Kälte angenehm wärmen.  Selbst ein nostalgisches Kinderkarussell dreht seine Runden. Erlebnisspaß für groß und klein, für die ganze Familie.

Geöffnet ist das Tierpark-Event bis 15. Januar 2023, und zwar - mit einigen Ausnahmen - täglich von 17 bis 22 Uhr.                                     

Text und Fotos: Manfred Weghenkel

Weitere Informationen: weihnachten-im-tierpark.de 

Das Ende des 17. Jh. erbaute Schloss Friedrichsfelde - schöner Blickfang im abendlichen Tierpark Berlin.Das Ende des 17. Jh. erbaute Schloss Friedrichsfelde - schöner Blickfang im abendlichen Tierpark Berlin. 

Hat gut lachen: Berlins erster und einziger 3-Sterne-Koch Marco Müller vom "Rutz". Foto: Manfred Weghenkel Hat gut lachen: Berlins erster und einziger 3-Sterne-Koch Marco Müller vom "Rutz". Foto: Manfred Weghenkel

Sternstunde
der Spitzenköche

Auf einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion mit namhaften Berliner Sterneköchen wurde am 30. Juni die aktuelle Situation in der hauptstädtischen Spitzengastronomie erörtert. An dem von der Plattform TourismusDialog.Berlin im historischen Rutz-Zollhaus am Landwehrkanal organisierten Treffen legten Marco Müller, Küchendirektor Restaurant "Rutz", Billy Wagner, Inhaber von "Nobelhart & Schmutzig" und Steven Zeidler, Küchenchef Restaurant "Bricole", ihre Erfahrungen und Standpunkte dar. Teilnehmer des lebendigen Tourismus-Dialogs mit (v. l.): Billy Wagner, Journalistin Annika Schönstedt, Marco Müller und Steven Zeidler. Teilnehmer des lebendigen Tourismus-Dialogs mit (v. l.): Billy Wagner, Journalistin Annika Schönstedt, Marco Müller und Steven Zeidler.

Die in den letzten gut zwei Jahren von der Corona-Pandemie arg gebeutelte Branche müsse sich nun weiteren Herausforderungen stellen, wie den wegen der Abwanderung von Fachkräften entstandenen Personalmangel und den enorm gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreisen.  Die Spitzenrestaurants könnten aufgrund  guter Besucherzahlen - hier zeitige der "Sternenhagel" spürbare Werbewirkung - zwar einiges verkraften, doch die inflationsbedingten höheren Kosten müssten letztlich teilweise an die Gäste weitergegeben werden. So soll sich laut Billy Wagner der Menüpreis im Restaurant "Nobelhart & Schmutzig" von 135 auf 155 Euro erhöhen. Lobend sprach sich Wagner über die von der Regierung für Küchenprodukte eingeführte Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 7 Prozent aus. Diese Entlastung müsse unbedingt weiter Bestand haben.

Das stilvolle Restaurant "Altes Zollhaus", heute Rutz-Zollhaus, am Carl-Herz-Ufer in Kreuzberg bietet "neue feine Berliner Küche".Das stilvolle Restaurant "Altes Zollhaus", heute Rutz-Zollhaus, am Carl-Herz-Ufer in Kreuzberg bietet "neue feine Berliner Küche".

Übrigens, mit 24 Sternen, die der renommierte Guide Michelin Deutschland 2022 an Berliner Restaurants vergeben hat, steht die Hauptstadt vor München (16) und Hamburg (10) an der Spitze. Mit drei Sternen  am höchsten dekoriert wurde Marco Müller; er ist der erste Drei-Sterne-Koch überhaupt in Berlin. der 52-jährige Gastronom, geboren in Potsdam-Babelsberg, kann auf eine lange innovative Berufskarriere verweisen. Sein Erfolgsgeheimnis on Top: "Ich bin Koch aus Leidenschaft und arbeite mit einem Team zusammen, das ebenfalls mit Herzblut dabei ist."
Text und Fotos (3): M. Weghenkel

Der Hingucker des Areals: die historische Wilhelmus-Windmühle neben Grachtenhäusern. Text und Fotos (6): Manfred Weghenkel Der Hingucker des Areals: die historische Wilhelmus-Windmühle neben Grachtenhäusern. Text und Fotos (6): Manfred Weghenkel

Neu: Holland-Park mit Oranje-Flair

Eine neue attraktive Freizeit- und Erlebnisanlage mit Oranje-Flair gibt es seit Anfang April an der nördlichen Peripherie Berlins: den Holland-Park unweit des Autobahndreiecks Barnim, Abfahrt Schwanebeck. Der zur Brandenburger Gemeinde Panketal  gehörende Ortsteil Schwanebeck ist auch recht gut mit Omnibussen aus dem nahen Berlin (z. B. Buch, Malchow) und aus Bernau oder Zepernick erreichbar. Für Pkw-Benutzer steht ein riesiger kostenfreier Parkplatz zur Verfügung.

Das nach der Wende geschaffene ehemalige Gartencenter Holland wurde in den letzten zwei Jahren für 28 Millionen Euro großzügig umgebaut und erweitert. Die jetzt 19 Hektar große Anlage soll mit den Säulen Erlebnis, Spiel & Spaß, Gastronomie und Shopping so etwas wie Freizeitfun für die ganze Familie bieten. Investor und Betreiber ist die Gartencenter aus Holland GmbH. Schon von weitem sichtbare optische Highlights sind die Achtkant-Windmühle und der dritthöchste Rutschenturm Deutschlands.

 

Im modernen lichtdurchfluteten Hauptgebäude erwartet die Besucher ein Holland-Markt mit typisch niederländischen, aber auch regionalen-saisonalen Produkten, ein Gartencenter, eine 4000 qm große Spiel- und Sporthalle und natürlich auch Gastronomie, die von „Thea's Keuken", also Thea's Küche betrieben wird. Essen, trinken und spielen kann man bei schönem Wetter auch draußen.

Demnächst  sollen weitere Attraktionen eröffnet werden, wie die Windmühle „Wilhelmus", dazu ein Mühlenmuseum, eine Dschungelhalle und ein Streichelzoo.

Der Eintritt in den Holland-Park ist gratis. Lediglich für die Indoor-Spiel- und Kletterhalle sowie den Rutschenturm braucht man Tickets. Weitere Infos: www.hollandpark.de

 

 

Anziehungspunkt für Familien und Touristen. Fotos (3): Manfred WeghenkelAnziehungspunkt für Familien und Touristen. Fotos (3): Manfred Weghenkel

Die Britzer Mühle

dreht sich wieder

Ein populäres Berliner Wahrzeichen - die idyllisch neben dem Britzer Garten gelegene historische Britzer Mühle im Stadtbezirk Neukölln - ist nach erfolgreicher Sanierung am 16. Oktober wiedereröffnet worden. Gefeiert wurde dieses vom Verein Britzer Müllerei e. V. bestens organisierte Ereignis mit Kaffe, Kuchen, Schmalzstullen und gut in Anspruch genommenen Führungen durch die Mühle. Auch konnten die Besucher frisch gemahlenes Mehl und warmes Brot aus dem Steinbackofen neben der Mühle erwerben.

Die Grün Berlin GmbH als Bauherr investierte mit finanzieller Unterstützung des Landes Berlin 700.000 Euro in das Projekt. Außen wurde die Mühle mit neuen, strahlend hellbraunen Holzschindeln verkleidet. Die rund 20 Meter hohe, von Obstbäumen und einer Schafweide umgebene Britzer Mühle geht auf die Stechhan'sche Mühle aus dem Jahre 1865 zurück. Nach langem Stillstand wurde sie 1985 zur Bundesgartenschau im benachbarten Britzer Garten umfassend restauriert und wiedereröffnet. Als Zwölfkant-Galerieholländermühle gilt das Bauwerk am Buckower Damm als Wunderwerk der Technik und ist heute eine der wenigen noch arbeitenden Windmühlen in Deutschland. Interessenten können sich dort vom Verein im Müllerhandwerk nach niederländischem Vorbild hobbymäßig ausbilden lassen.

Geöffnet ist die Britzer Mühle von März bis Oktober: freitags und samstags mit Brotverkauf; sonn- und feiertags mit Führungen. Am Pfingstmontag, dem deutschen Mühlentag und am Tag des offenes Denkmals wird im Steinbackofen auch Mühlenbrot gebacken.

 

Furioses Finale als Höhepunkt der Show. Fotos (4): Manfred WeghenkelFurioses Finale als Höhepunkt der Show. Fotos (4): Manfred WeghenkelGrand Show "Arise"

im Friedrichstadt-Palast

Tippi toppi! Nach anderthalbjähriger Corona-Schließpause leistet nun auch der weltbekannte Friedrichstadt-Palast seinen lange erwarteten Beitrag zum Restart des Berliner Kulturlebens. Am 22. September feierte die als neue Grand Show konzipierte Produktion „Arise" in Anwesenheit prominenter Gäste aus Kultur und Gesellschaft, die sich auf dem Roten Teppich dem Blitzlichtgewitter der Fotografen stellten, umjubelte Premiere.

Die kreativen Köpfe Oliver Hoppmann (l.), Nikeata Thompson und Conchita Wurst. Die kreativen Köpfe Oliver Hoppmann (l.), Nikeata Thompson und Conchita Wurst. Das Budget der Inszenierung, in der über 100 Künstlerinnen und Künstler aus 26 Nationen mitwirken, liegt bei 11 Millionen Euro. Zum Kreativteam um den hauseigenen Autor und Regisseur Oliver Hoppmann gehören auch zahlreiche internationale Größen der Szene, wie der Österreicher Tom Neuwirth aka Conchita Wurst, die Eurovision Song Contest-Bühnenbildnerin Frida Avidsson aus Schweden, der italienische Kostümdesigner von Weltruf Stefano Canulli und die britische Top-Choreografin Nikeata Thompson.

Als Ehrengast von Intendant Dr. Berndt Schmidt persönlich herzlich begrüßt: die Berliner Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (99).Als Ehrengast von Intendant Dr. Berndt Schmidt persönlich herzlich begrüßt: die Berliner Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende Margot Friedländer (99).Die mit viel Tempo und Temperament, Glitzer und Glamour umgesetzte Story handelt von dem renommierten Fotografen Cameron, der mit seiner Muse, die ihn künstlerisch ungemein inspiriert, um die Welt reist. Als er die Muse verliert, bleiben ihm freilich noch die Erinnerungen. „Arise" bedeutet hier aufzustehen, nicht aufzugeben, an die Kraft der Liebe und des Lichtes zu glauben. Neben den erstklassigen Tänzern, Sängern und Artisten brillierte natürlich auch wieder die legendäre Girlreihe des Revuetheaters. Ebenso ein Highlight: die extravaganten, farbenprächtigen Kostüme der Mitwirkenden.

An der Berliner Friedrichstraße 107 glitzert's jetzt außen und innen wieder.An der Berliner Friedrichstraße 107 glitzert's jetzt außen und innen wieder.Der hauptstädtische Show-Tempel mit der größten Theaterbühne der Welt schuf wegen der anhaltenden Pandemie ein ausgezeichnetes Hygiene-Konzept z. B. mit effektivem Frischluftsystem und Abstandsregeln, wonach zur Zeit nur zwei Drittel der eigentlich 1895 Plätze besetzt werden.

Weitere Informationen: www.palast.berlin

 

GZSZ-Urgestein Wolfgang Bahro mit seiner Autobiografie am „Wintergarten Berlin". Foto: Manfred WeghenkelGZSZ-Urgestein Wolfgang Bahro mit seiner Autobiografie am „Wintergarten Berlin". Foto: Manfred Weghenkel

Plauderstündchen mit Fiesling Jo Gerner

06. Oktober 2020. Als mieser, fieser, aber auch smarter Rechtsanwalt Dr. Jo Gerner ist er landesweit berühmt, ja berüchtigt. Schon seit 28 Jahren wird diese Fernsehrolle in der RTL-Soap „Gute Zeiten - schlechte Zeiten" von dem Berliner Schauspieler Wolfgang Bahro verkörpert. Der Allround-Mime aus Wilmersdorf feierte kürzlich den 60. Geburtstag und veröffentlichte aus diesem Anlass seine zusammen mit dem Boulevardjournalisten Andreas Kurtz geschriebene Autobiografie mit dem originellen Titel „Immer wieder Gerner". Gestern Abend präsentierte er sie - natürlich unter Coronabedingungen - im traditionsreichen Varieté-Theater „Wintergarten" an der Potsdamer Straße.

Amüsanter Wolfgang Bahro auf dem Podium. Foto: Manfred Weghenkel

Amüsanter Wolfgang Bahro auf dem Podium. Foto: Manfred Weghenkel

Auf der Talk-Couch von Mitautor Kurtz, Kolumnist der Berliner Zeitung,  stellte er sich in schwarzer Hose, schwarzer Weste, blau-grauem Hemd und weißen Turnschuhen locker, witzig und aufgeräumt zwei Stunden lang den Fragen des Moderators, des Publikums und auch einiger per Video eingespielter Promis. Aus dem 224 Seiten starken Buch las er das Anfangskapitel „Der Sinn des Lebens und dieses Buches" vor, um paradox zu enden: „Ich glaube ganz fest an den Sinn des Lebens, kenne ihn aber nicht." Bahro brillierte immer wieder mit Anekdoten und Episoden rund um seine TV-Figur Jo Gerner, die er als "chauvinistisches Arschloch" bezeichnete.

Hauptstadtflair an der Potsdamer Straße. Foto: Manfred WeghenkelHauptstadtflair an der Potsdamer Straße. Foto: Manfred Weghenkel

Zugleich mischte er mehrfach Kostproben seines parodistischen Könnens ein, wenn er etwa wie Inge Meysel, Harald Juhnke oder Rudi Carrell klang. Er verriet, dass er eigentlich nur zwei Monate bei „GZSZ" mitspielen wollte, nun seien es aber fast drei Jahrzehnte geworden. Auf die eingespielte Frage des prominenten Medienrechtlers Prof. Dr. Christian Schertz, wie lange er das noch machen wolle, bekannte Bahro sinngemäß: "Ich orientiere mich an den beiden hochkarätigen Schauspielern Dieter Hallervorden und Herbert Köfer, die mit 85 bzw. fast 100 Jahren immer noch aktiv auf der Bühne stehen."

Und auf die Frage nach Rollen, die er noch gerne spielen möchte, kam die klare Antwort: "Den Bösewicht bei James Bond und den Hauptmann von Köpenick." Mit Publikumsliebling Wolfgang Bahro können wir also erfreulicherweise noch lange rechnen.

                          Manfred Weghenkel                                                               

Palast-Chef Dr. Berndt Schmidt zeigte stolz und freudig die Denkmalplakette. Foto: Manfred WeghenkelPalast-Chef Dr. Berndt Schmidt zeigte stolz und freudig die Denkmalplakette. Foto: Manfred WeghenkelFriedrichstadt-Palast nun auch ein Denkmal

01. September 2020. Der weltbekannte Friedrichstadt-Palast Berlin steht seit gestern  unter Denkmalsschutz. Die öffentliche Bekanntgabe im Haus an der Friedrichstraße 107 nahmen Dr. Klaus Lederer, Bürgermeister und Senator für Kultur und Europa, und Dr. Christoph Rauhut, der Landeskonservator des Landesdenkmalamtesm, vor. Sie überreichten die Denkmalplakette an Palast-Intendant Dr. Berndt Schmidt. In kurzen Reden würdigten die drei Herren das 1984 neu eröffnete Show-Theater als letzten Repräsentationsbau der DDR vor der politischen Wende. Den verantwortlichen Architekten sei es dabei damals gelungen, ein künstlerisch einmaliges Gebäude mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen: Anklänge des Jugendstils und Art Déco träfen auf die 'Platte' als technisches sowie gestalterisches Merkmal.

Auch am Palastbau führend beteiligte DDR-Spezialisten waren eingeladen: Architekt Walter Schwarz (89), links, und Oberbauleiter Jürgen Ledderboge (84). Foto: Manfred WeghenkelAuch am Palastbau führend beteiligte DDR-Spezialisten waren eingeladen: Architekt Walter Schwarz (89), links, und Oberbauleiter Jürgen Ledderboge (84). Foto: Manfred WeghenkelAufgrund seiner geschichtlichen, künstlerischen sowie städtebaulichen Bedeutung hat das Landesdenkmalamt Berlin den Friedrichstadt-Palast, der seit seiner Erbauungszeit 1981 bis 1984 fast gänzlich unverändert ist, nun als Baudenkmal der „sozialistischen Postmoderne" geschützt. Zur sinnvollen Überbrückung de Coronakrise wird zur Zeit die Lüftungsanlage erneuert. Der reguläre Spielbetrieb mit der aktuellen Grand Show VIVID soll am 2. Januar 2021 wieder aufgenommen werden.

 

Berliner Meisterköche 2019 ausgezeichnet

 Einige der glücklichen Preisträger 2019 (v. l. n. r.): Berliner Meisterkoch Björn Swanson (Golvet), Lill Sommer i. V. von Johanna Rudolph (Panama), Jasmin Martin & David Johannes Suchy (Frea). Foto: Manfred WeghenkelEinige der glücklichen Preisträger 2019 (v. l. n. r.): Berliner Meisterkoch Björn Swanson (Golvet), Lill Sommer i. V. von Johanna Rudolph (Panama), Jasmin Martin & David Johannes Suchy (Frea). Foto: Manfred Weghenkel

Die "Berliner Meisterköche" des Jahres 2019 wurden am 24. September auf einer Pressekonferenz im Rausch Schokoladenhaus ausgezeichnet. In dem traditionsreichen, bereits zum 23. Mal abgehaltenen Wettbewerb der Gesellschaft "Berlin Partner" ermittelte eine unabhängige Jury unter Vorsitz des namhaften Gastronomieexperten Dr. Stefan Elfenbein aus 130 nominierten Kandidaten die Preisträger in sechs Kategorien. "Berliner Meisterkoch": Björn Swanson - GOLVET. Aufsteiger des Jahres: Johanna Rudolph - Panama. Berliner Gastgeber: Mathias Brandweiner - POTS. Berliner Szenerestaurant: FREA. Berliner Kiezmeister - Domberger Brot-Werk. Gastronomischer Innovator: Bernhard Moser - eat! berlin.

Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner: "Wir freuen uns, die Entwicklung Berlins zu eiem außergewöhnlichen Gastronomie-Standort mit der alljährlichen Auszeichnung der Berliner Meisterköche nicht nur begleiten, sondern aktiv fördern zu können." Die Meisterköche seien hervorragende Botschafter der Stadt - für Vielfalt, Kreativität und Professionalität. Zudem sei es Anliegen, "die Genuss-Metropole Berlin noch stärker in den weltweiten Fokus zu rücken."

 

 Ein neues Buch der Künstlerin Moon Suk

Die in Berlin lebende Koreanerin Moon Suk - Künstlerin, Sopranistin und Poetin - hat jetzt ein sehr persönliches Buch über das Glück herausgebracht. Die ehemalige Kulturbotschafterin des ZDF-Morgenmagazins knüpft damit eine unmittelbare Bande zu ihrem 30-jährigen Jubiläum in Deutschland, feiert auf diese Weise 30 Jahre Mauerfall und bedankt sich für das Glück, seit 30 Jahren hierzulande eine künstlerische Heimat gefunden zu haben. 

In ihrer ganz eigenen Art Danke zu sagen, reiht Moon Suk in dem Buch „Glücksblume“ - wie die Perlen einer Kette - Kurzgeschichten, Gedichte und Beschreibungen ihrer Einsichten aus dem Alltag aneinander und entführt die Leser in ihre unkonventionelle Gedankenwelt.

Foto: Manfred WeghenkelFoto: Manfred Weghenkel

Die Texte und Bilder sollen Leser inspirieren, helfen, Wunden zu heilen, und eine neue Perspektive aufzeigen. Moon widmet ihr Buch dabei allen Suchenden und den in sich Ruhenden, den Träumern und den Bodenständigen, denen, die sich in ihrer Haut wohl oder manchmal nicht so wohl fühlen.

Das Buch "Glücksblume" soll im Oktober 2019 im Heidelberger Verlag "Kreativkind" erscheinen und über Crowdfunding vorfinanziert werden. Unterstützern winken ein handsigniertes Exemplar und ein Lesezeichen-Set. Siehe auch:
https://www.startnext.com/gluecksblume

 

 

 

 

Repräsentative Visitenkarte: das neue Foyer des größten Frühjahrsparkes der Welt. Foto: KeukenhofRepräsentative Visitenkarte: das neue Foyer des größten Frühjahrsparkes der Welt. Foto: Keukenhof

Jubiläumssaison in Hollands Frühjahrspark

Pünktlich zum Frühlingsanfang öffnete der weltberühmte Keukenhof in Lisse bei Amsterdam seine Pforten für das Blumenjahr 2019 – eine ganz besondere Saison für den 32 Hektar großen Frühjahrspark: Er feiert ein rundes Jubiläum und wird 70 Jahre alt! Dass das für einen Blumenpark kein Alter ist, beweist das Motto „Flower Power“, dem alle Pflanzungen gewidmet sind. Im Keukenhof werden mehr als sieben Millionen Tulpen, Hyazinthen und Krokusse zu sehen sein. Neben der Farbexplosion in den Gärten sorgen diverse Blumenschauen und Veranstaltungen rund um die Frühblüher für ein ganz besonderes Festival der Sinne. In der Hauptrolle: die Tulpe! Ein Höhepunkt des Themenjahres 2019 ist das romantische Blumenmosaik „Flower Power“, für das die Gärtner bereits im letzten Oktober 50.000 Blumenzwiebeln gesetzt haben: Tulpen, Krokusse und Traubenhyazinthen. Das 250 Quadratmeter große Mosaik zeigt unter anderem eine junge Frau mit John-Lennon-Brille und Blume im Haar. Auch die Inspirationsgärten und die mehr als 20 Blumenshows in den verschiedenen Pavillons sowie die speziellen Veranstaltungen an den Wochenenden folgen ganz dem diesjährigen Motto. Zu den Highlights gehört das  Woodstock-Festival vom 13. bis 19. Mai, mit dem die Saison abschließt.

Mit mehr als einer Million Besuchern aus über 100 Ländern ist der Keukenhof für den niederländischen Tourismus von außerordentlicher Bedeutung. Geöffnet ist er in diesem Jahr bis zum 19. Mai täglich von 8 bis 19:30 Uhr. Erwachsene zahlen 17 Euro, Kinder von vier bis 17 Jahren 8 Euro (Kinder unter drei Jahren frei). 

Informationen: www.keukenhof.nl/de

 

Im Tourismus geht's

weiter bergauf

Das zentralasiatische Hochgebirgsland Tadschikistan ist mit einer Fläche von 143.100 Quadratkilometern und 8,6 Millionen Einwohnern zwar klein, hat aber touristisch große, ja wachsende Anziehungskraft. Nach dem Ende der Sowjetunion 1991 unabhängige Republik geworden, hat sich seither wirtschaftlich und touristisch viel getan. Während 2010 lediglich 160.000 Touristen das Land am Pamir und am Fan-Gebirge besuchten, waren es im "Jahr des Tourismus" 2018 erstmals eine Million. Für die Periode 2019 bis 2022 wurde vom Staat ein großangelegtes Entwicklungsprogramm auf diesem Gebiet beschlossen. Mehr Investitionen, Steuererleichterungen für die Reisebranche, das e-Visa über Internet für Ausländer sind nur einige der Maßnahmen. Ziel: zwei Millionen Besucher jährlich bis 2030.

Das auch hierzulande wachsende Interesse an diesem gastfreundlichen Land mit der attraktiven Hauptstadt Duschanbe und seinen beeindruckenden, insbesondere  alpinen Naturschönheiten mit über 7.000 Meter hohen Gipfeln und wunderschönen Hochgebirgsseen hat den Berliner Trescher-Verlag schon vor Jahren veranlaßt, den sehr informativen, sorgfältig editierten Reiseführer "Tadschikistan" herauszubringen. Inzwischen liegt die 3., aktualisierte und erweiterte Auflage vor, die auf 456 Seiten alle Landesregionen behandelt und mit 21 Stadtplänen, Übersichts- und Regionalkarten sowie über 250 Fotos aufwartet. Hervorzuheben: die ausführlichen praktischen Reisetipps für Individualtouristen.

Traditionelle Musikinstrumente Tadschikistans. Foto: Manfred WeghenkelTraditionelle Musikinstrumente Tadschikistans. Foto: Manfred Weghenkel

 

Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität.Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität. Mercure Hotel MOA Berlin nun zukunftsfest

 Mit einer rauschenden Party, an der etwa 3.500 Branchenkollegen, Kunden und Freunde des Hauses teilnahmen und die von einem attraktiven Show-Programm gekrönt wurde, präsentierte das Mercure Hotel MOA Berlin, am 8. Januar seine im letzten Jahr bei laufendem Betrieb realisierten umfangreichen baulichen Erweiterungen.

140 neue Zimmer, darunter zehn Maisonette-Suiten, stehen den Gästen nun zusätzlich zur Verfügung. Eine neue, 450 Quadratmeter umfassende Bankettküche wurde ebenfalls fertiggestellt. Spürbar vergrößerten sich auch die Event- und Konferenzflächen. Der Tagungsbereich erstreckt sich nunmehr über drei Etagen mit 35 Konferenzräumen. Nicht zuletzt entstand ein neuer hauseigener Fitnessbereich. Zu den Verbesserungen gehört auch, dass die Rezeption nunmehr ins Zentru

Erfolgsproduzent Bernhard Kurz.

Foto: Manfred WeghenkelErfolgsproduzent Bernhard Kurz. Foto: Manfred Weghenkel
Tina Turners Lebensweg

im Estrel Festival Center

Seit mehr als zwanzig Jahren laufen im Hotel Estrel Berlin an der Sonnenallee in Neukölln erfolgreich die von Las Vegas inspirierten spektakulären Doppelgänger-Shows "Stars in Concert". Alle namhaften Größen der internationalen Rock- und Popmusik gaben sich in Gestalt optisch und stimmlich täuschend echter Doubles bisher ein Stelldichein. Entweder in bunter Mischung als "Sechser-Pack" pro Konzertabend, was die Regel ist,  oder in etwas aufwendiger angelegten Specials bzw. Musicals, die einem Superstar, wie Elvis Presley, oder einer Band, wie The Beatles, gewidmet sind.
Seit dem 21. Februar gibt es nun das bewegte Leben der US-amerikanischen Rockröhre Tina Turner als Musical "Simply the Best". Mit etwa  180 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen überhaupt. 

Estrel-Musikproduzent Bernhard Kurz zeichnet die über fünf Jahrzehnte währende Karriere Tina Turners leicht und spritzig  nach - von den bescheidenen Anfängen im Jahre 1958 als Backgroundsängerin in der Band ihres späteren Ehemanns Ike Turner, den großen Chart-Erfolgen des Duos Ike & Tina Turner über die schmerzvolle Trennung von Ike und den schweren solistischen Neustart in den 1980er Jahren bis hin  zu den großen Welthits wie "Private Dancer", "We Don't Need Another Hero", "GoldenEye" oder eben "Simply the Best". Dargestellt wird Tina von der ebenfalls aus Amerika stammenden Dorothea "Coco" Fletcher, die zu den professionellsten Tina-Turner-Lookalikes gehört, wovon sich die Estrel-Besucher schon seit langem überzeugen konnten. Begleitet wird Coco Fletcher in dieser mitreißenden, über zwei Stunden währenden Live-Show von excellenten Musikern, wie dem Grammy-Preiträger Vasti Jackson als Ike Turner und dem fabelhaften Background-Trio "The Ikettes". Gespielt wird das Musical "Simply the Best" in Berlin bis 18. März 2018. Danach geht es auf Tournee.

Übrigens, die inzwischen 78-jährige Tina Turner, die 2009 das letzte Mal auf Welttournee ging und seit 2013 Schweizer Staatsbürgerin ist,  bekommt - genauso wie der legendäre Singer/Songwriter Neil Diamond - für das herausragende Lebenswerk den Grammy Lifetime Achievement Award 2018.

Bestens drauf: Coco Fletcher
als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred WeghenkelBestens drauf: Coco Fletcher als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred Weghenkel

 

 

 

 

 

Die Buga in Erfurt - ein Sommermärchen

Veröffentlicht am 10.08.2021

Manfred Weghenkel

Die Halle 1 gegenüber dem Haupteingang des egaparks gehört aufgrund der attraktiven Ausstellungen und Präsentationen zu den  zahlreichen Publikumsmagneten der Buga 2021 in Erfurt. Foto: Manfred WeghenkelDie Halle 1 gegenüber dem Haupteingang des egaparks gehört aufgrund der attraktiven Ausstellungen und Präsentationen zu den zahlreichen Publikumsmagneten der Buga 2021 in Erfurt. Foto: Manfred WeghenkelDie vom heiligen Bonifatius, dem „Apostel der Deutschen", um 742 gegründete Thüringer Stadt Erfurt hat im Laufe der Jahrhunderte viele Regenten gehabt. In diesem Jahr führt hier noch bis 10. Oktober die im Zweijahresturnus stattfindende etablierte Bundesgartenschau (Buga) im übertragenen Sinne das Zepter. Nach dem wegen Corona ziemlich schwierigen Start im April und Mai strömen jedoch seit Juni aufgrund der Lockerungen die Besucher aus nah und fern in die traditionsreiche Blumenstadt mit 1.000jähriger  Gartenbaukultur und heutige thüringische Landesmetropole. Zu Recht, denn der dort allenthalben waltende Blumen- und Blütenzauber ist auf jeden Fall eine Reise wert. In die Buga-Infrastruktur wurden immerhin 185 Millionen Euro investiert. Das kam dem an der Peripherie gelegenen, seit 60 Jahren bestehenden egapark als Hauptstandort, dem neu erschlossenen Ausstellungsareal auf der früheren Festung Petersberg im Zentrum und einigen anderen Bereichen der rund 215.000 Einwohner zählenden Stadt am Flüsschen Gera sichtbar zugute. Dazu gehört ein neu angelegter vier Kilometer langer Landschaftspark im Erfurter Norden.

Eine Frau mit Power und Fortune: Kathrin Weiß, Geschäftsführerin der Bundesgartenschau Erfurt 2021 GmbH. Foto: Manfred Weghenkel

Eine Frau mit Power und Fortune: Kathrin Weiß, Geschäftsführerin der Bundesgartenschau Erfurt 2021 GmbH. Foto: Manfred Weghenkel Die Buga hatte nach 99 Tagen gerade Halbzeit - Anlass genug, um nachzufragen, wie das Ganze nach drei Monaten so gelaufen ist. Bei einem exklusiven Pressegespräch mit CTOUR-Reisejournalisten am 29. Juli machte die Geschäftsführerin der Bundesgartenschau Erfurt 2021 gemeinnützige GmbH - Kathrin Weiß - dazu einige aufschlussreiche Angaben: In den ersten drei Monaten kamen etwa 600.000 Besucher zur Buga 2021. Bei schönem Wetter werden durchschnittlich 11.000 Tagesgäste gezählt; am 10. Juli waren es sogar 17.000. Bisher wurden 46.500 Dauerkarten verkauft. Die Chefin verwies auch auf die „querbeet" im Freistaat Thüringen verteilten 25 buga-Außenstandorte, die „ebenfalls eine Erfolgsgeschichte sind". Des Weiteren betonte Frau Weiß: „Die Nachhaltigkeit der Baumaßnahmen war und ist uns sehr wichtig. 85 bis 90 Prozent der Objekte bleiben nach Ende der buga am 10. Oktober erhalten und damit weiter für die Öffentlichkeit zugänglich."

Das 370 Meter lange Große Blumenbeet an einer der Hauptachsen des weitläufigen Gartenschau-Geländes ist vielbestaunter Augenschmaus des Erfurter Sommermärchens 2021. Foto: Manfred WeghenkelDas 370 Meter lange Große Blumenbeet an einer der Hauptachsen des weitläufigen Gartenschau-Geländes ist vielbestaunter Augenschmaus des Erfurter Sommermärchens 2021. Foto: Manfred WeghenkelAuf einer Pressekonferenz am Petersberg am 30. Juli zogen Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Buga-Chefin Kathrin Weiß offiziell eine erste Zwischenbilanz. Der OB wörtlich: „Die Buga ist schon jetzt ein Erfolg. Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und die beiden Buga-Flächen melden stetig steigende Kunden- und Besucherzahlen. Die Stadt ist wieder voller Leben, die Buga ist unser Sommermärchen!" Natürlich profitiere auch die Blumenstadt Erfurt vom Buga-Boom. Dazu Bausewein: „Unsere Tourist-Information erlebt seit einigen Wochen stetig wachsendes Interesse. Kamen im Juni 21.600 Besucher waren es im Juli mehr als 35.000.“ Nicht nur die Führungen über die beiden Buga-Flächen, sondern auch durch die attraktive Altstadt von Erfurt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten nahmen Fahrt auf.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) sendete schon über 25 Mal live aus diesem gläsernen buga-Studio. Foto: Manfred WeghenkelDer Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) sendete schon über 25 Mal live aus diesem gläsernen buga-Studio. Foto: Manfred WeghenkelLustige Blumenskulpturen erfreuen die Besucher an verschiedenen Wegen des riesigen egaparks. Foto: Manfred Weghenkel

Lustige Blumenskulpturen erfreuen die Besucher an verschiedenen Wegen des riesigen egaparks. Foto: Manfred Weghenkel Im Mai erreichte die Buga 44 Prozent der ursprünglich geplanten Besucherzahlen, im Juni 57 und im Juli mehr als 80 Prozent – Tendenz steigend. Und auch die Einnahmen bewegen sich nach oben: knapp 27 Millionen Euro sind der Plan, Stand heute sind es mehr als 13 Millionen, also knapp die Hälfte. „Abgerechnet wird zum Schluss“ sagt Kathrin Weiß. „Zehn Wochen in der Hauptbesuchszeit liegen noch vor uns.“ Und sie fährt fort: „Wir freuen uns über jeden Besucher und wollen jenseits der Million landen – aber das hängt natürlich auch vom weiteren Verlauf der Pandemie ab.“

PR-Mitarbeiterin Kristin Luther von Erfurt Tourismus & Marketing mit CTOURisten am Anger. Foto: Hans-Peter GaulPR-Mitarbeiterin Kristin Luther von Erfurt Tourismus & Marketing mit CTOURisten am Anger. Foto: Hans-Peter GaulSelbstverständlich ließen es sich die aus Berlin angereisten Tourismusjournalisten nicht nehmen, bei schönstem Sommerwetter die beiden Buga-Areale im Rahmen von gut organisierten Führungen ausführlich zu erkunden, um aus erster Hand für ihre Leser und Zuschauer berichten zu können. Dafür gebührt der Erfurter Tourismus & Marketing GmbH, insbesondere der uns begleitenden PR-Frau Kristin Luther, ein dickes Lob.

Wenn es stimmt, dass der erste Eindruck immer der beste ist, so lautet der beim Betreten des weitläufigen, 37 Hektar großen buga-Hauptstandortes egapark am westlichen Stadtrand Erfurts: Wow - welch eine blühende Landschaft! Sofort fühlt man sich eingetaucht in eine faszinierende Welt der Gartenbaukunst mit vielfältigen Angeboten und Erlebnissen für Naturbegeisterte, für jung und alt. Auf Schritt und Tritt wird Augenweide geboten: Lilien, Rosen, Duftnesseln, Hortensien, Löwenmäulchen, Salbei, Zinnien, Sonnenhut, Petunien, Pelargonien und andere Blumen. Auch zahlreiche Kräuter sind dabei, so Kamille, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Kapuzinerkresse und Baldrian.  Im Großen Blumenbeet, das mit seinen 370 Metern Länge  zu den Publikumsrennern gehört, blühen 253.000 Sorten.  63.000 Dahlien haben ihre Blüten geöffnet. Bisher wurden über 1.700 Veranstaltungen durchgeführt und 13 Hallenschauen gezeigt; zehn folgen noch.

Die frühere Cyriaksburg beherbergt heute das informativ-instruktive Deutsche Gartenbaumuseum. Fotos: Manfred Weghenkel


Die frühere Cyriaksburg beherbergt heute das informativ-instruktive Deutsche Gartenbaumuseum. Fotos: Manfred Weghenkel Der Aussichtsturm an der Cyriaksburg wird gerne bestiegen.


Der Aussichtsturm an der Cyriaksburg wird gerne bestiegen. Das repräsentativste Gebäude, die Halle 1,  liegt gleich hinter dem Eingangsbereich und den Wasserfontänen. Besuchenswert ist auch das in Deutschland einzigartige Deutsche Gartenbaumuseum auf der uralten Cyriaksburg im Egapark. Hinter mächtigen Festungsmauern erwartet einen auf 1.500 Quadratmetern die neue Dauerausstellung „Die ganze Welt im Garten". Ganz in der Nähe befinden sich zwei überaus fotogene Gebäude, die einmal Teil der früheren Festung Cyriaksburg waren: der Sternwarteturm und der 15 Meter hohe Aussichtsturm mit einer spiralförmig verlaufenden 61-stufigen Wendeltreppe. Vom Aussichtsplateau aus hat man eine wunderbare Rundumsicht auf das buga-Gelände und Teile der Stadt.

Franz Hofmann, neuer Geschäftsführer der Thüringen Tourismus GmbH, erläuterte das aktuelle Tourismuskonzept des Freistaates. Foto: Manfred Weghenkel

Franz Hofmann, neuer Geschäftsführer der Thüringen Tourismus GmbH, erläuterte das aktuelle Tourismuskonzept des Freistaates. Foto: Manfred Weghenkel Auf der Cyriaksburg hatten die Berliner Reisejournalisten auch ein informatives Treffen mit dem neuen Geschäftsführer der Thüringer Tourismus Gesellschaft Franz Hofmann. Der aus Südtirol stammende Manager, seit einem Jahr im Amt, arbeitet daran, das Bundesland Thüringen innerhalb Deutschlands verstärkt als "attraktives, vielfältiges Kurzreisegebiet in zentraler Lage" zu positionieren. Hofmann verwies auf drei neue Erlebnisportale "Thüringen entdecken" zur Buga, in Weimar und künftig auch in Eisenach. Schon jetzt sei der Freistaat einer der Vorreiter bei der Digitalisierung des Tourismus, so durch die neue Online-Datenbank "ThüCAT", die alle relevanten touristischen Informationen bündelt.

Erfurt, das von Martin Luther einst als das „Heilige Römische Reich des Gartenbaus" gewürdigt wurde und  wo 1865 die erste internationale Gartenschau stattfand, bleibt seinem Ruf als Wiege des Gartenbaus treu, ja baut ihn unter heutigen Bedingungen weiter aus.

Wo früher die Zentralgaststätte stand, beeindruckt jetzt die neu gebaute hochmoderne Tropenhalle „Danakil". Gastronomie gibt es jedoch auch heute noch hier. Foto: Manfred Weghenkel

Wo früher die Zentralgaststätte stand, beeindruckt jetzt die neu gebaute hochmoderne Tropenhalle „Danakil". Gastronomie gibt es jedoch auch heute noch hier. Foto: Manfred Weghenkel Ein neuer großer Besuchermagnet im Egapark ist z. B. das für 18 Millionen Euro erbaute imposante Urwald- und Wüstenhaus Danakil an der Stelle, wo vorher die Zentralgaststätte stand. In diesem architektonisch interessanten gläsernen Gebäude mit über 2.000 Quadratmetern Fläche werden die an sich konträren Lebensräume Wüste und Regenwald vorgestellt und dabei auch exotische Pflanzen und Tiere gezeigt. Da sieht man Kakteen und Sukkulenten, Schefflera (8 Meter hoch!), Mangos und Ficusarten sowie Wüstenskorpione, Erdmännchen, Gundi und Wasserschildkröten. Hier können die beiden sehr unterschiedlichen Klimazonen an einem Ort mit dem Fokus auf Wasser und Klimaschutz erkundet werden. Namensgeber ist die Danakil-Wüste in Äthiopien. Besonders beeindruckt hat mich das moderne, vielfältige Infotainment in diesem durchaus spektakulären Tropenhaus. So zeigt eine Weltkugel die verschiedenen Klimazonen, erklären „Wissensquellen" die Wasserverteilung auf der Erde und vermitteln „Landschaftsscanner" Wissenswertes über die gerade gescannten Pflanzen. Zusätzliche Informationen gibt es bei Bedarf vom interaktiven Audioguide.

Im Urwald- und Wüstenhaus „Danakil" erleben die Besucher zwei Naturwelten unter einem Dach. Fotos: Manfred WeghenkelIm Urwald- und Wüstenhaus „Danakil" erleben die Besucher zwei Naturwelten unter einem Dach. Fotos: Manfred WeghenkelTropenhallenchef Chris Lange am Landschaftsscanner.



Tropenhallenchef Chris Lange am Landschaftsscanner. Erfurt bietet seinen Gästen die Buga also im Doppelpack an. Als zweiter Standort wurde die sich über der Altstadt erhebende, seit 1990 liebevoll und aufwändig für 11 Millionen Euro weitgehend restaurierte frühere „Zitadelle Petersberg" erschlossen, die nun in neuem Glanz zu erleben ist. Es handelt sich um eine der größten und besterhaltenen barocken Stadtfestungen Europas. In diesem Jahr sind Teile der der ab 1665  errichteten Zitadelle unbedingt besuchenswerte Ausstellungsfläche der Bundesgartenschau.

Das weltberühmte Wahrzeichen Erfurts: Dom und Severikirche. Fotos: Manfred WeghenkelDas weltberühmte Wahrzeichen Erfurts: Dom und Severikirche. Fotos: Manfred WeghenkelBequemer Aufstieg zum innerstädtischen Buga-Areal Petersberg mittels neuer Liftanlage.Bequemer Aufstieg zum innerstädtischen Buga-Areal Petersberg mittels neuer Liftanlage.Wer über den stets belebten Erfurter Domplatz spaziert und auf das berühmten Bauensemble Dom und die Severikirche zugeht, sieht rechterhand schon den Aufgang zur Zitadelle Petersberg. Am Ende der Treppe prangt in Großbuchstaben - ein Hauch von Hollywood -der Schriftzug ERFURT. Dort geht's zum gläsernen Lift, der die Besucher auf die obere Ebene bringt, wo das Festungs- und Gartenschauerlebnis beginnen kann.  Auf jeden Fall sollte man die neue, sehr gut inszenierte und interaktive Ausstellung über die wechselvolle Historie der Festungsanlage im Kommandantenhaus besuchen sowie die Horchgänge in den starken Festungsmauern erkunden. Notwendige Informationen liefert das neben dem Kommandantenhaus gelegene moderne Besucherzentrum. Erlebbar ist die Zitadelle Petersberg auch mit einer App.

Im früheren Kommandantenhaus erwartet die Besucher eine bestens inszenierte Ausstellung zur wechselvollen Geschichte der Zitadelle. Fotos: Manfred Weghenkel

Im früheren Kommandantenhaus erwartet die Besucher eine bestens inszenierte Ausstellung zur wechselvollen Geschichte der Zitadelle. Fotos: Manfred Weghenkel Erfurts Tourismuschefin Dr. Carmen Hildebrandt engagiert sich für die Wiederbelebung des Petersberges.

Erfurts Tourismuschefin Dr. Carmen Hildebrandt engagiert sich für die Wiederbelebung des Petersberges. Natürlich steht der Petersberg zur Buga 2021 in voller Blüte. Das Außengelände wurde entsprechend umgestaltet. Neue Wege, schöne Wasserspiele, duftende Gärten, üppige Wechselflorflächen, viele Spielmöglichkeiten und gastronomische Einrichtungen erfreuen die Besucher. Seit 30 Jahren erstmals wieder geöffnet ist die eindrucksvolle 167 Meter lange frühere Defensionskaserne. Darin befindet sich das bereits erwähnte nagelneue Erlebnisportal „Thüringen entdecken", die Landespräsentation „Archäologische Zeitreise", die Foto-Ausstellung „Grüne Oasen" in den Kasernefenstern und auch ein Hofladen.

Seit vielen Jahren organisiert Mandy Neumann erfolgreich die Presse & Öffentlichkeitsarbeit der Thüringer Tourismus GmbH.Seit vielen Jahren organisiert Mandy Neumann erfolgreich die Presse & Öffentlichkeitsarbeit der Thüringer Tourismus GmbH.Gärtner Said aus Ungarn am Blauen Band vor der Kulisse der langgestreckten Ausstellungshalle Defensionskaserne. Fotos: Manfred WeghenkelGärtner Said aus Ungarn am Blauen Band vor der Kulisse der langgestreckten Ausstellungshalle Defensionskaserne. Fotos: Manfred WeghenkelAuf der großen Freifläche vor dem Gebäude ist das Kunstprojekt „Blaues Band" zu bestaunen - eine einmalige textile Raum- und Landschaftsskulptur. Sie geht auf die historische Kultur des Färbens von Textilien mit der Pflanzenfarbe Blau in Erfurt zurück. Das an Masten befestigte Blaue Band zieht sich 120 Meter lang durch die Parklandschaft und ist ein beliebtes Fotomotiv. Dahinter ragt die stattliche frühere Klosterkirche St. Peter und Paul auf - Thüringens größter romanischer Sakralbau. Der als Monumentalgemälde gestaltete farbenprächtige Dreiecksgiebel - ein echter Hingucker - thematisiert die in der Peterskirche gebotene multimediale Ausstellung „Paradiesgärten - Gartenparadiese". Spektakulär! Besonders wertvoll: bedeutende mittelalterliche Wandmalereien, die nach der Teilsanierung erstmalig wieder zu sehen sind.

Viel besucht: die alte Peterskirche mit dem wunderschönen Giebel und der prächtigen Ausstellung „Paradiesgärten - Gartenparadiese". Foto: Manfred Weghenkel

Viel besucht: die alte Peterskirche mit dem wunderschönen Giebel und der prächtigen Ausstellung „Paradiesgärten - Gartenparadiese". Foto: Manfred Weghenkel Vom Mittelalter wieder in unsere Zeit. Zu den 25 Buga-Außenstandorten in fast allen Regionen Thüringens - von Greiz und Apolda und über Weimar (allein 6 Standorte) und Sangerhausen bis Gotha und Bad Liebenstein gehört auch der „Bergfried-Park" in der 75 Kilometer von Erfurt entfernten Feengrotten- und Kurstadt Saalfeld an der Saale. Ein Abstecher dorthin bildete den Abschluss der informativ-erlebnisreichen CTOUR-Journalistenreise zur Buga 2021.

Der Bergfried-Park gilt als einzigartiges Beispiel bürgerlicher Gartenkunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Villa mit dem Schmuckhof auf dem Berg ließ der Saalfelder Mauxion-Schokoladenfabrikant Ernst Hüther 1922/24 für seine Familie bauen.

Die in den 1920er Jahren von Ernst Hüter gebaute Fabrikantenvilla mit Schmuckhof am Buga-Außenstandort „Bergfried-Park" von Saalfeld. Foto: Manfred WeghenkelDie in den 1920er Jahren von Ernst Hüter gebaute Fabrikantenvilla mit Schmuckhof am Buga-Außenstandort „Bergfried-Park" von Saalfeld. Foto: Manfred Weghenkel

Zum Buga-Flair passend: der idyllische Japangarten im „Bergfried-Park" von Saalfeld. Fotos: Manfred WeghenkelZum Buga-Flair passend: der idyllische Japangarten im „Bergfried-Park" von Saalfeld. Fotos: Manfred WeghenkelDie drei Meter hohe, mit Elefanten verzierte Bronzeleuchte am Japangarten.

Die drei Meter hohe, mit Elefanten verzierte Bronzeleuchte am Japangarten. Danach entstand auch der am Hang gelegene großzügige Park mit gärtnerischen Finessen, wie den Japangarten mit seinen fernöstlichen Elementen. Gestalterischer Höhepunkt des Bergfrieds ist die noch heute faszinierende Sichtachse vom Herrenhaus über die Lindendoppelallee bis zum ganz oben gelegenen Weiherhäuschen. Und wer sich für die Geschichte dieses Landschaftsparkes und des Industriellen-Lebens von Ernst Hüter (1880 - 1944) interessiert, wird in einer Ausstellung inkl. Dokumentarfilm - im Talfried, dem ehemaligen Gärtnerhaus, fündig. Unser besonderer Moment war das besinnliche Lauschen des Carillons am 14 Meter hohen Glockenturm. Zeit zum kurzen Innehalten und Ausspannen nach zwei recht lebhaften, ereignisreichen Buga-Tagen.

                                                                                       Text und Fotos (20): Manfred Weghenkel

 

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen, Tickets, Veranstaltungen, Hotels und Gaststätten, Verkehrsanbindungen, Pandemie-Regelungen:

www.buga2021.de

www.erfurt-tourismus.de

www.saalfeld-tourismus.de

www.thueringen-entdecken.de

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