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Reise, Kultur & Lifestyle


Aktuelles in Kürze

 Ein neues Buch der Künstlerin Moon Suk

Die in Berlin lebende Koreanerin Moon Suk - Künstlerin, Sopranistin und Poetin - hat jetzt ein sehr persönliches Buch über das Glück herausgebracht. Die ehemalige Kulturbotschafterin des ZDF-Morgenmagazins knüpft damit eine unmittelbare Bande zu ihrem 30-jährigen Jubiläum in Deutschland, feiert auf diese Weise 30 Jahre Mauerfall und bedankt sich für das Glück, seit 30 Jahren hierzulande eine künstlerische Heimat gefunden zu haben. 

In ihrer ganz eigenen Art Danke zu sagen, reiht Moon Suk in dem Buch „Glücksblume“ - wie die Perlen einer Kette - Kurzgeschichten, Gedichte und Beschreibungen ihrer Einsichten aus dem Alltag aneinander und entführt die Leser in ihre unkonventionelle Gedankenwelt.

Foto: Manfred WeghenkelFoto: Manfred Weghenkel

Die Texte und Bilder sollen Leser inspirieren, helfen, Wunden zu heilen, und eine neue Perspektive aufzeigen. Moon widmet ihr Buch dabei allen Suchenden und den in sich Ruhenden, den Träumern und den Bodenständigen, denen, die sich in ihrer Haut wohl oder manchmal nicht so wohl fühlen.

Das Buch "Glücksblume" soll im Oktober 2019 im Heidelberger Verlag "Kreativkind" erscheinen und über Crowdfunding vorfinanziert werden. Unterstützern winken ein handsigniertes Exemplar und ein Lesezeichen-Set. Siehe auch:
https://www.startnext.com/gluecksblume

 

Das BWG-Preisträgerkonzert in der Sparte "Musical/Chanson" findet traditionell im Friedrichstadt-Palast Berlin statt. Foto: Manfred WeghenkelDas BWG-Preisträgerkonzert in der Sparte "Musical/Chanson" findet traditionell im Friedrichstadt-Palast Berlin statt. Foto: Manfred Weghenkel

 Die Musical- und Chanson-Stars von morgen gesucht

Es ist wieder soweit: Ausschau nach den besten Musical- und Chansontalenten haltend, startet am 1. Juni  der renommierte Bundeswettbewerb Gesang Berlin (BWG) 2019. Bis zum 1. September können sich die angehenden Stars der leichten Muse bewerben, bevor es im Oktober in die deutschlandweiten Vorauswahlen und im November in die Berliner Finalrunden geht. Am 2. Dezember steigt dann im Friedrichstadt-Palast die glamouröse Gala der Wettbewerbssieger.

Der 1966 gegründete BWG Berlin - im jährlichen Wechsel in den Kategorien "Oper/Operette/Konzert" und "Musical/Chanson" stattfindend - ist Europas größter nationaler Gesangswettbewerb und gilt als wichtiges Sprungbrett für die professionelle Gesangskarriere. Auf die Gewinner warten Preisgelder von insgesamt mehr als 50.000 Euro,

Weitere Informationen unter: www.bwgesang.de

 Der strahlende Sieger Maximilian Bandelin zwischen Klaus Tritschler (Bailli Délégeé), Lutz Heyer (Chancelier) und Franz R. Hauk (Bailli der Bailliage Berlin-Brandenburg).   Foto: Alexandra Kapherr Fotografie.

Der strahlende Sieger Maximilian Bandelin zwischen Klaus Tritschler (Bailli Délégeé), Lutz Heyer (Chancelier) und Franz R. Hauk (Bailli der Bailliage Berlin-Brandenburg). Foto: Alexandra Kapherr Fotografie.

Ein Berliner - bester deutscher Jungkoch

Wie die Redaktion Lucullus von J. Kretschmar mitteilte, erreichte beim Concours National des Jeunes Chefs Rôtisseurs, dem nationalen Jungköche-Wettbewerb der Bailliage National d’Allemagne, am 15. April 2019 in Frankfurt am Main der Vertreter der Bailliage Berlin-Brandenburg, Maximilian Bandelin, sensationell den 1. Platz. Insgesamt nahmen 10 Sieger aus den insgesamt 20 regionalen Bailliagen Deutschlands an dem bundesweiten Wettbewerb teil.

Den 2. Platz belegte Erik May vom Deidesheimer Hof (Bailliage Pfalz-Saar-Mosel) und den 3. Platz Lara Panero aus Scharffs Schlossweinstube in Heidelberg (Bailliage Baden-Schwarzwald).

Maximilian Bandelin (24) wird Deutschland beim internationalen Wettbewerb am 20. September 2019 anlässlich des Grand Chapitres von Kanada in Calgary vertreten. Der nun beste Jungkoch Deutschlands hatte am 3. Februar 2019 den regionalen Wettbewerb von Berlin-Brandenburg gewonnen. Er absolvierte im Hotel InterContinental Berlin von 2015 bis 2018 erfolgreich seine Ausbildung zum Koch und arbeitete anschließend als Commis de Cuisine in der Bankettküche des Hotels, wo er jetzt Demichef de Partie ist.

 

Repräsentative Visitenkarte: das neue Foyer des größten Frühjahrsparkes der Welt. Foto: KeukenhofRepräsentative Visitenkarte: das neue Foyer des größten Frühjahrsparkes der Welt. Foto: Keukenhof

Jubiläumssaison in Hollands Frühjahrspark

Pünktlich zum Frühlingsanfang öffnete der weltberühmte Keukenhof in Lisse bei Amsterdam seine Pforten für das Blumenjahr 2019 – eine ganz besondere Saison für den 32 Hektar großen Frühjahrspark: Er feiert ein rundes Jubiläum und wird 70 Jahre alt! Dass das für einen Blumenpark kein Alter ist, beweist das Motto „Flower Power“, dem alle Pflanzungen gewidmet sind. Im Keukenhof werden mehr als sieben Millionen Tulpen, Hyazinthen und Krokusse zu sehen sein. Neben der Farbexplosion in den Gärten sorgen diverse Blumenschauen und Veranstaltungen rund um die Frühblüher für ein ganz besonderes Festival der Sinne. In der Hauptrolle: die Tulpe! Ein Höhepunkt des Themenjahres 2019 ist das romantische Blumenmosaik „Flower Power“, für das die Gärtner bereits im letzten Oktober 50.000 Blumenzwiebeln gesetzt haben: Tulpen, Krokusse und Traubenhyazinthen. Das 250 Quadratmeter große Mosaik zeigt unter anderem eine junge Frau mit John-Lennon-Brille und Blume im Haar. Auch die Inspirationsgärten und die mehr als 20 Blumenshows in den verschiedenen Pavillons sowie die speziellen Veranstaltungen an den Wochenenden folgen ganz dem diesjährigen Motto. Zu den Highlights gehört das  Woodstock-Festival vom 13. bis 19. Mai, mit dem die Saison abschließt.

Mit mehr als einer Million Besuchern aus über 100 Ländern ist der Keukenhof für den niederländischen Tourismus von außerordentlicher Bedeutung. Geöffnet ist er in diesem Jahr bis zum 19. Mai täglich von 8 bis 19:30 Uhr. Erwachsene zahlen 17 Euro, Kinder von vier bis 17 Jahren 8 Euro (Kinder unter drei Jahren frei). 

Informationen: www.keukenhof.nl/de

 

Im Tourismus geht's

weiter bergauf

Das zentralasiatische Hochgebirgsland Tadschikistan ist mit einer Fläche von 143.100 Quadratkilometern und 8,6 Millionen Einwohnern zwar klein, hat aber touristisch große, ja wachsende Anziehungskraft. Nach dem Ende der Sowjetunion 1991 unabhängige Republik geworden, hat sich seither wirtschaftlich und touristisch viel getan. Während 2010 lediglich 160.000 Touristen das Land am Pamir und am Fan-Gebirge besuchten, waren es im "Jahr des Tourismus" 2018 erstmals eine Million. Für die Periode 2019 bis 2022 wurde vom Staat ein großangelegtes Entwicklungsprogramm auf diesem Gebiet beschlossen. Mehr Investitionen, Steuererleichterungen für die Reisebranche, das e-Visa über Internet für Ausländer sind nur einige der Maßnahmen. Ziel: zwei Millionen Besucher jährlich bis 2030.

Das auch hierzulande wachsende Interesse an diesem gastfreundlichen Land mit der attraktiven Hauptstadt Duschanbe und seinen beeindruckenden, insbesondere  alpinen Naturschönheiten mit über 7.000 Meter hohen Gipfeln und wunderschönen Hochgebirgsseen hat den Berliner Trescher-Verlag schon vor Jahren veranlaßt, den sehr informativen, sorgfältig editierten Reiseführer "Tadschikistan" herauszubringen. Inzwischen liegt die 3., aktualisierte und erweiterte Auflage vor, die auf 456 Seiten alle Landesregionen behandelt und mit 21 Stadtplänen, Übersichts- und Regionalkarten sowie über 250 Fotos aufwartet. Hervorzuheben: die ausführlichen praktischen Reisetipps für Individualtouristen.

Traditionelle Musikinstrumente Tadschikistans. Foto: Manfred WeghenkelTraditionelle Musikinstrumente Tadschikistans. Foto: Manfred Weghenkel

 

Traditionsreicher Köcheklub mit frischem Fang. Foto: H.-J. ZeigertTraditionsreicher Köcheklub mit frischem Fang. Foto: H.-J. Zeigert

Wismar wrappt den Hering

Kulinarischer Klassiker: Zum 17. Mal finden auf Initiative des Hanseatischen Köcheclubs „Wismarbucht“ die Wismarer Heringstage statt. In Erinnerung an die goldenen Zeiten des Heringsfangs verwöhnen vom 16. bis 31. März 13 Gastronomen der Hansestadt und Umgebung ihre Gäste mit maritimen Spezialitäten – von frisch gebratenem Hering bis zu eingelegtem Matjes. Neu in diesem Jahr: der Herings-Wrap nach Matjes-Art. Der in einer Teigtasche eingewickelte Fisch wird mit Rösti und Knoblauch-Dip serviert.

Los geht es am 16. März um 10.00 Uhr am Alten Hafen, wo die Fische angelandet werden. In großen Heringskarren werden sie anschließend, begleitet durch ein Blasorchester und einen Schützenverein, zum Marktplatz befördert. Danach werden die Fische frisch zubereitet und Gäste zur Verkostung eingeladen. Dazu gibt es Shantys vom Chor „Blänke“. In den teilnehmenden Restaurants steht der Hering zudem 16 Tage lang ganz oben auf der Speisekarte.
Weitere Informationen: www.heringstage-wismar.de, www.wismar.de

 

Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität.Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität. Mercure Hotel MOA Berlin nun zukunftsfest

 Mit einer rauschenden Party, an der etwa 3.500 Branchenkollegen, Kunden und Freunde des Hauses teilnahmen und die von einem attraktiven Show-Programm gekrönt wurde, präsentierte das Mercure Hotel MOA Berlin, am 8. Januar seine im letzten Jahr bei laufendem Betrieb realisierten umfangreichen baulichen Erweiterungen.

140 neue Zimmer, darunter zehn Maisonette-Suiten, stehen den Gästen nun zusätzlich zur Verfügung. Eine neue, 450 Quadratmeter umfassende Bankettküche wurde ebenfalls fertiggestellt. Spürbar vergrößerten sich auch die Event- und Konferenzflächen. Der Tagungsbereich erstreckt sich nunmehr über drei Etagen mit 35 Konferenzräumen. Nicht zuletzt entstand ein neuer hauseigener Fitnessbereich. Zu den Verbesserungen gehört auch, dass die Rezeption nunmehr ins Zentrum des repräsentativen Atriums verlegt wurde, was den Gästen das Einchecken erleichtert.

"Damit ist unser Haus zukünftig bestens gewappnet insbesondere für das weiter anwachsende Veranstaltungsgeschäft", betonte der energiegeladene langjährige General Manager Paolo Masaracchia, der das 4-Sterne-Hotel, auch wenn es nicht in der City liegt, zu einer der gefragtesten Berliner Adressen entwickelt hat. Weitere Informationen: www.hotel-moa-berlin.de

Die berühmte Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer beglückwünschte  das MOA Hotel per Video von ihrer Afrika-Tour aus Äthiopien. Fotos: M. WeghenkelDie berühmte Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer beglückwünschte das MOA Hotel per Video von ihrer Afrika-Tour aus Äthiopien. Fotos: M. Weghenkel

 

Wunderschön die Kutsche mit den Einhörnern - ein Highlight in der neuen Eiswelt Elstal. Foto: Karls Erlebnis-DorfWunderschön die Kutsche mit den Einhörnern - ein Highlight in der neuen Eiswelt Elstal. Foto: Karls Erlebnis-Dorf

 4. Eiswelt Elstal im Erdbeerkönigreich

Der weiter wachsende Freizeitpark "Karls Erlebnis-Dorf Elstal" westlich von Berlin wartet seit Monatsbeginn mit zwei neuen Attraktionen auf: dem zirkusartigen Indoor-Erlebnisareal Gummibeerchen-Land mit tanzenden Bären, Jahrmarktstimmung  und nostalgischem Schnick-Schnack, eingerahmt von einer Gummibeerchen-Manufaktur, sowie der inzwischen bereits 4. Eiswelt Elstal. Als Teil des Gummibeerchen-Landes ist sie Deutschlands größte Eisfiguren-Ausstellung, die unter dem Motto "Komm ins Erdbeerkönigreich"  jung und alt verzaubern will. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern schufen 24 Künstler aus 12 Ländern an 14 Stationen "erdbeerige" Eislandschaften aus 300 Tonnen Eis. Bei einem Rundgang durch die minus sieben Grad kalte Eiswelt erleben die staunenden Besucher fantastische Tierwelten, das Schloss des Erdbeerkönigs, viele Licht- und Musikeffekte sowie eine royale Eisbar, die Feuerzangenbowle, Erdbeer-Glühwein oder -Limes anbietet. Geöffnet ist die neue Eiswelt bis 3. November 2019 täglich von 9 bis 19 Uhr.

 Rasant und farbenprächtig geht's wieder im Show-Tempel an der Friedrichstraße zu. Foto: Manfred WeghenkelRasant und farbenprächtig geht's wieder im Show-Tempel an der Friedrichstraße zu. Foto: Manfred Weghenkel

Die neue Show "Vivid" im Friedrichstadt-Palast

Dazu eine kritische Betrachtung in der Rubrik "Kunst und Kultur"

 Ein eingespieltes Trio: Christian Andresen, Willy Weiland, Thomas Lengfelder (v.l.n.r.)Ein eingespieltes Trio: Christian Andresen, Willy Weiland, Thomas Lengfelder (v.l.n.r.)

Christian Andresen neuer Präsident der DEHOGA Berlin

Mit großer Mehrheit hat die Vollversammlung des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin e.V. (DEHOGA Berlin) am 14. Mai 2018 den Hotelier Christian Andresen zum neuen Präsidenten des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbandes der Gastgeber gewählt. Christian Andresen, Managing Partner der The Mandala Hotel GmbH, übernahm das Amt von Willy Weiland, der sich nach drei Legislaturperioden und 14 Jahren erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit nicht mehr zur Wahl stellte. Emotional bewegend dankten die Delegierten Willy Weiland für seine erfolgreiche, zielstrebige und vorwärtsweisende Arbeit für den Verband und die Entwicklung des Tourismus in der Hauptstadt. „In diesen 14 Jahren war er nicht nur unser dynamischer ehrenamtlicher Präsident, sondern auch Botschafter, Diplomat in Sachen Gastlichkeit, Vermittler und Wegbereiter“, fasste Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Berlin, in seiner Rede zusammen.

Christian Andresen hat den Staffelstab übernommen. Der 52-Jährige arbeitet seit 2013 im Präsidium des DEHOGA Berlin. Seine Hotellaufbahn begann 1988 in Hamburg mit einer Ausbildung zum Hotelfachmann im Atlantic Hotel Kempinski. Es folgten verschiedene Tätigkeiten im Controlling in Hamburg und Leipzig. 1998 ging der Hotelier nach Berlin, wo er ein Jahr später das The Mandala Hotel am Potsdamer Platz eröffnete. Seitdem ist er zusammen mit Lutz Hesse als Geschäftsführender Gesellschafter für The Mandala Hotel und The Mandala Suites tätig. „Die gegenwärtigen und langfristigen Herausforderungen für unsere Branche sind vielfältig und umfangreich. Das reicht von der Digitalisierung und hört beim Kampf gegen immer höher werdende bürokratische Hürden noch nicht auf. Wir als Verband sind für diese Herausforderungen gut aufgestellt und sprechen mit einer starken, gemeinsamen Stimme“, so der neu gewählte Präsident Christian Andresen. Info und Foto: DEHOGA Berlin

Im wildromantischen Dunajec-Tal rollt's gut. Bild: Wikinger ReisenIm wildromantischen Dunajec-Tal rollt's gut. Bild: Wikinger Reisen

Newcomer und Klassiker

für Radtouristen

Immer schön flüssig am Ufer entlang. Die Nase im Wind, den Blick aufs Wasser – das hat was. Wikinger Reisen, der anerkannte Spezialist für guten Wanderurlaub,  bietet auch 2018 Individualisten oder Kleingruppen jede Menge „Flusstouren“ an: Klassiker auf dem Donau-, Main- oder Mosel-Radweg. Und Geheimtipps – etwa entlang des französischen Doubs in Franche-Comté oder des Dunajec in Südpolen.
Radfans auf der Suche nach „Neuland“ kommen in Kleinpolen auf ihre Kosten – dort erwartet sie der Dunajec-Radweg. Gemeinsam erleben sie Krakau und die Hohe Tatra, entdecken die älteste Holzkirche Polens, besuchen Ritterdörfer und testen den besten Sliwowitz. Auch das Bilderbuchstädtchen Alt-Sandez steht bei dieser 11-tägigen geführten Reise auf dem Programm.
Ein „flüssiger“ Newcomer ist auch der französische Doubs. Individuelle Radurlauber mit Lust auf Neues reisen 2018 nach Franche-Comté. Entspannte Touren bringen sie von Montbéliard über Belfort und Besançon bis in die Senf-Metropole Dijon. Zur malerischen Natur kommt jede Menge Genuss: Franche-Comté, die Freigrafschaft Burgund, ist für eine gute und authentische Küche bekannt.

Die singenden Fontänen und Kolonnaden im tschechischen Marienbad. Foto: CzechTourismDie singenden Fontänen und Kolonnaden im tschechischen Marienbad. Foto: CzechTourism Marienbad feiert 200 Jahre Kurtradition

In diesem Jahr blicken viele Kurorte in Böhmen und Mähren auf die Gründung des ersten tschechoslowakischen Staates vor 100 Jahren zurück. Denn dieses Ereignis ist auch mit einem Aufschwung des Kurwesens verbunden. Im Mai wird in vielen der rund drei Dutzend tschechischen Kurbäder die neue Saison mit Festen und der traditionellen Weihe der Quellen offiziell eröffnet.

Viele Kurorte in Tschechien waren schon im 19. Jahrhundert Treffpunkt von Adeligen und Künstlern aus ganz Europa. Nachdem das Kurwesen mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs fast zum Erliegen kam, nahm es mit der Gründung des ersten tschechoslowakischen Staates im Oktober 1918 einen neuen Aufschwung.

Doppelten Grund zum Feiern gibt es in Mariánské Lázně (Marienbad). Dort feiert man 200 Jahre Kurtradition; am 6. November 1818 wurde Marienbad offiziell als Kurort anerkannt. Traditionell wird dort am zweiten Mai-Wochenende die Kursaison feierlich eröffnet. Beim Umzug in historischen Kostümen trifft man berühmte Gäste der Vergangenheit wie den britischen König Edward VII. Nach einem uralten Brauch werden an diesem Wochenende die Quellen geweiht und das Westböhmische Symphonieorchester gibt ein Konzert. Schon zwei Wochen zuvor, am 30. April, wird die Singende Fontäne an den Kurkolonnaden nach der Winterpause wieder in Betrieb genommen. Die Gäste können dann wieder zu jeder ungeraden Stunde die Wasserspiele zu klassischer Musik verfolgen.

Erfolgsproduzent Bernhard Kurz.

Foto: Manfred WeghenkelErfolgsproduzent Bernhard Kurz. Foto: Manfred Weghenkel
Tina Turners Lebensweg

im Estrel Festival Center

Seit mehr als zwanzig Jahren laufen im Hotel Estrel Berlin an der Sonnenallee in Neukölln erfolgreich die von Las Vegas inspirierten spektakulären Doppelgänger-Shows "Stars in Concert". Alle namhaften Größen der internationalen Rock- und Popmusik gaben sich in Gestalt optisch und stimmlich täuschend echter Doubles bisher ein Stelldichein. Entweder in bunter Mischung als "Sechser-Pack" pro Konzertabend, was die Regel ist,  oder in etwas aufwendiger angelegten Specials bzw. Musicals, die einem Superstar, wie Elvis Presley, oder einer Band, wie The Beatles, gewidmet sind.
Seit dem 21. Februar gibt es nun das bewegte Leben der US-amerikanischen Rockröhre Tina Turner als Musical "Simply the Best". Mit etwa  180 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen überhaupt. 

Estrel-Musikproduzent Bernhard Kurz zeichnet die über fünf Jahrzehnte währende Karriere Tina Turners leicht und spritzig  nach - von den bescheidenen Anfängen im Jahre 1958 als Backgroundsängerin in der Band ihres späteren Ehemanns Ike Turner, den großen Chart-Erfolgen des Duos Ike & Tina Turner über die schmerzvolle Trennung von Ike und den schweren solistischen Neustart in den 1980er Jahren bis hin  zu den großen Welthits wie "Private Dancer", "We Don't Need Another Hero", "GoldenEye" oder eben "Simply the Best". Dargestellt wird Tina von der ebenfalls aus Amerika stammenden Dorothea "Coco" Fletcher, die zu den professionellsten Tina-Turner-Lookalikes gehört, wovon sich die Estrel-Besucher schon seit langem überzeugen konnten. Begleitet wird Coco Fletcher in dieser mitreißenden, über zwei Stunden währenden Live-Show von excellenten Musikern, wie dem Grammy-Preiträger Vasti Jackson als Ike Turner und dem fabelhaften Background-Trio "The Ikettes". Gespielt wird das Musical "Simply the Best" in Berlin bis 18. März 2018. Danach geht es auf Tournee.

Übrigens, die inzwischen 78-jährige Tina Turner, die 2009 das letzte Mal auf Welttournee ging und seit 2013 Schweizer Staatsbürgerin ist,  bekommt - genauso wie der legendäre Singer/Songwriter Neil Diamond - für das herausragende Lebenswerk den Grammy Lifetime Achievement Award 2018.

Bestens drauf: Coco Fletcher
als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred WeghenkelBestens drauf: Coco Fletcher als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred Weghenkel

Vicke Schorfers Stadtansichten, Foto: KEDVicke Schorfers Stadtansichten, Foto: KED

 15. Eiswelt in Rövershagen zeigt 800 Jahre Rostock

Unter dem Titel „Die geheimnisvolle Stadt – 800 Jahre Rostock“ feiert die jetzt eröffnete 15. Eiswelt Rövershagen mit einer spektakulären Ausstellung das große Jubiläum der Hansestadt. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern versetzen an insgesamt 18 Stationen Geschichten aus mehr als 350 Tonnen Eis Besucher ins Staunen. Die gefrorene Erlebniswelt nimmt große und kleine Gäste mit auf eine kuriose Reise durch 800 Jahre Stadtgeschichte, porträtiert humorvoll historische Figuren und erzählt augenzwinkernd bisher unbekannte Anekdoten aus der Region. Ergänzt wird die außergewöhnliche Ausstellung um geeiste Rutschen, eine Koggen-Eisbar und ein Eishotel mit zwei Zimmern, die zu kuscheligen Übernachtungen bei minus sieben Grad einladen. Die 15. Eiswelt im „Eiswerk“ in Karls Erlebnis-Dorf Rövershagen ist bis Ende Oktober 2018 täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.         

 

Erste Porzellankirche auf der     Leuchtenburg

Die unweit der B 88 zwischen Rudolstadt und Jena bei Kahla 400 Meter über dem Tal gelegene Leuchtenburg gilt als eine der schönsten Höhenburgen unseres Landes. Die vielbesuchte "Königin des Saaletales" ist um eine neue Attraktion reicher geworden: Nach rund 145 Jahren anderweitiger Nutzung wurde die alte Burgkapelle zur ersten Porzellankirche Deutschlands umgestaltet. Die Pläne für den Raum mit seiner einzigartigen Atmosphäre stammen von dem in Los Angeles lebenden Architekten Michael J. Brown, ein Schüler des Star-Architekten Daniel Libeskind. Für die Besucher werden dort nun neben den regelmäßigen Orgelkonzerten anspruchsvolle Veranstaltungen stattfinden. So wird z. B. im Oktober 2018 eine Chorwoche mit namhaften Chören aus dem In- und Ausland stattfinden.

 

 Parkhotel Rügen - auch bei Gruppen beliebtParkhotel Rügen - auch bei Gruppen beliebt

 

Das Parkhotel Rügen wird zunehmend digitaler

Im Herzen von Deutschlands größter Insel liegend, blickt das Parkhotel Rügen mit  neuer virtueller Information in die Zukunft der Gästekommunikation. Gemeinsam mit dem Virtual Reality-Anbieter VR Easy aus Brandenburg entwickelte das Bergener Urlaubs- und Geschäftsreisehotel eine 360 Grad-Führung durch alle Innen- und Außenbereiche des Hauses. „Mit Hilfe des neuen digitalen Angebots können sich unsere Gäste bereits vor ihrem Aufenthalt ein genaues Bild vom Hotel machen“, sagt Direktorin Charis Schalley. Die digitale Hausführung wird ab sofort online sowie auf Messen mit  VR-Brillen angeboten.
Mit der virtuellen Plattform steht das Parkhotel Rügen am Anfang eines Digitalisierungsprozesses. Die 3D-Hotelführung soll zukünftig um weitere interaktive Elemente erweitert werden.

 

Winterfun mit Snowmobilen im großen alpinen Skiareal von Vemdalen (Provinz Härjedalen) Foto: M. Nikkinen Winterfun mit Snowmobilen im großen alpinen Skiareal von Vemdalen (Provinz Härjedalen) Foto: M. Nikkinen

 

 Nordschweden - schneesicheres  Winterwunderland

Die nordschwedische Region Västerbotten unweit des Polarkreises präsentiert sich meist bis weit in den April als echtes Winterparadies mit reichlich Schnee und zugefrorenen Seen vom Meer bis hinauf ins Fjäll. Idealer Ausgangspunkt für nordische Winterabenteuer ist die Stadt Skellefteå (sprich: Schelleffteo): Die jüngste Stadt an der Küste Nordschwedens bietet den perfekten Mix aus Stadtleben und Kultur mitten in kontrastreicher (Winter-)Natur. Wo sonst kann man zum Beispiel mitten im Ort auf einem zugefrorenen Fluss eine Schneemobil-Tour machen? Übrigens, auf dem Eis gelten dieselben Regeln wie auf der Straße. Verkehrsschilder helfen beim Orientieren. Wem das zu rasant ist, dem sei eine geführte Schneeschuhwanderung empfohlen. Auf dem Fluss Skellefteå Älv – und je nach Eisdichte sogar auf der zugefrorenen Ostsee – geht es mit ortskundigem Guide zwei Stunden lang durch tiefen Schnee bis hinaus in die Wälder rund um das 1845 gegründete Skellefteå. Unterwegs erwartet Teilnehmer eine Fika, die typisch schwedische Kaffeepause, mit wärmenden Getränken und Snacks.

 Wer Västerbottens winterliche Natur ausführlich entdecken will, kann im Februar kommenden Jahres bei Swenature fünf Tage lang Eis, Schnee und die klare Winterluft der Inselwelt bei Skellefteå entdecken. Im Aktivpaket enthalten sind unter anderem eine Schneeschuhwanderung, eine Elchsafari mit Schneemobil, eine Ausfahrt mit einem Eisbrecher, Übernachtung, Verpflegung und vieles mehr. Tipp: Nach einem Tag in unberührter Natur bietet Skellefteå eine Reihe Restaurants, in denen traditionelle Norrland-Gerichte neben Gourmetmenüs mit regionalen Zutaten auf der Karte stehen.

Neil Diamond ist "77": Happy Birthday and Good Luck!

Veröffentlicht am 24.01.2018

Von Manfred Weghenkel

Der Singer/Songwriter Neil Diamond auf der "Melody Road" im Jahre 2014.
Copyright: Universal MusicDer Singer/Songwriter Neil Diamond auf der "Melody Road" im Jahre 2014. Copyright: Universal Music

Eigentlich sollte hier ein leichter und lockerer, unbekümmerter  Glückwunschartikel zum heutigen 77. Geburtstag der lebenden US-Musiklegende Neil Diamond stehen. Doch die vorgestern aus Amerika eingetroffene überraschende Nachricht - vom Künstler selbst auf seiner Homepage veröffentlicht - hat wie viele andere auch mich erst einmal  ziemlich betroffen und sogar ein wenig ratlos gemacht. Ganz unbekümmert geht es also nicht. Der seit mehr als einem halben Jahrhundert global agierende und verehrte Pop- und Rockstar Neil Diamond gab bekannt, dass er wegen der bei ihm kürzlich diagostizierten Parkinson-Krankheit seine 2017 in den USA und Europa begonnene groß angelegte Welttournee zum 50. Bühnenjubiläum nicht weiter führen kann; damit enfallen auch die für kommendes Frühjahr vorgesehenen 11 Live-Konzerte in Australien und Neuseeland.

Volle Arenen fast ohne Werbung - eines der wenigen Plakate für das Hamburger Konzert im Herbst 2017.Volle Arenen fast ohne Werbung - eines der wenigen Plakate für das Hamburger Konzert im Herbst 2017.

Diamond wörtlich: "Mit großem Unwillen und Enttäuschung gebe ich meinen Abschied von den Konzert-Touren bekannt. Es war mir eine Ehre, meine Shows in den letzten 50 Jahren abzuhalten." Wer Neil Diamond, wie der Autor dieser Zeilen, im Herbst 2017 in Deutschland (wo er in München, Mannheim und Hamburg gastierte) erlebt hat, weiß, dass der Superstar aus Amerika bei seinen über zweistündigen Shows mit jeweils etwa 30 seiner bekanntesten Songs - ohne Pause! - zusammen mit der erstklassigen Band jedesmal alles gab. Als begnadeter Live-Performer verstand er es, sein treues, begeisterungsfähiges Publikum von Anfang bis zum Schluss zum Jubeln, Klatschen und auch Tanzen zu bringen. Sicher, eine solche Welttournee ist ein Kraftakt, schlaucht ganz ordentlich. Diamond bewegte sich einen Tick gemächlicher als bei ihm gewohnt. Und ein Hamburger Journalist empfand gar, dass der in die Jahre gekommene Musiker nicht mehr das "Charisma früherer Auftritte" ausstrahlte. Nun ja,  möglicherweise hatte im Herbst bereits die jetzt bekannt gewordene Krankheit ihren ersten Tribut verlangt. Was auf jeden Fall geblieben ist: sein Markenzeichen - die kräftige, flexible, charismatische Baritonstimme. Und auch seine bekanntermaßen lockere, humorvolle Interaktion mit dem Konzertpublikum. 

 Etwa 12.500 Diamond-Fans kamen in die größte Event-Halle der Hansestadt HamburgEtwa 12.500 Diamond-Fans kamen in die größte Event-Halle der Hansestadt HamburgDer am 24. Januar 1941 in New York, Stadtteil Brooklyn, als Kind einer osteuropäisch-jüdischen Einwandererfamilie geborene Neil Leslie Diamond - mit Barbra Streisand sang er im Schulchor - schlug als Autodidakt relativ spät die musikalische Laufbahn ein. In den frühen 1960er Jahren arbeitete er in der legendären New Yorker 28. Straße Tin Pan Alley als professioneller Songschreiber für andere. Dabei entstand 1965 sein rockiger Titel "I'm A Believer" für die TV-Castingband "The Monkees", die daraus einen noch heute oft gespielten Welthit machte. Diamonds erster eigener Triumph war die 1966 erschienene Single "Solitary Man" über den einsamen, eigenwilligen Mann, den Einzelgänger. Quasi geadelt wurde dieser tempogeladene Song von Country-Legende Johnny Cash, der ihn im Jahre 2000 einspielte und in sein hoch gelobtes Alterswerk aufnahm. Im Übrigen, viele Musikgrößen, Bands und Orchester coverten erfolgreich Neil-Diamond-Stücke, von Elvis Presley, Frank Sinatra, Harry Belafonte, Shirley Bassey und Cliff Richard über Deep Purple, UB 40, Les Humphries Singers, Mr. Ackerbilk, Bert Kaempfert, James Last, The London Philharmonic Orchestra bis zu  Chris Isaak, Karel Gott, Dahlia Lavie, Sarah Brightman, Ronan Keating, DJ Ötzi und Amy McDonald. Auch große Tenöre wie Andrea Bocelli und Rolando Villazon singen Kompositionen von Neil Diamond.

Die Liebhaber von Merchendise-Artilkeln des Musikers fanden eine große Auswahl vorDie Liebhaber von Merchendise-Artilkeln des Musikers fanden eine große Auswahl vorDie ganz großen Chart-Erfolge feierte Diamond von Ende der Sechziger bis Anfang der Achtziger. In dieser Zeitspanne von rund 15 Jahren entstanden Songs, die heute zu den Dauerbrennern und Longsellern der Pop- und Rockmusik gehören:  Sweet Caroline, Song Sung Blue, Cherry Cherry, Solitary Man, Kentucky Woman, Holly Holy, I’m A Believer, Red Red Wine, I Am…I Said, Longfellow Serenade, Play Me, Cracklin' Rosie, Beautiful Noise, You Don't Bring Me Flowers (Duett mit Barbra Streisand), Forever In Blue Jeans, Hello Again, September Morn, Love On The Rocks, Heartlight und andere. Herausragend nicht zuletzt seine eingängigen Soundtracks für die Filme  "Die Möwe Jonathan" (1973) und "Der Jazzsänger" (1980).

Aber auch in den 80er und 90er Jahren sowie nach der Jahrtausendwende veröffentlichte der stets kreativ und produktiv gebliebene Sänger und Songschreiber Neil Diamond relevante Alben  wie z. B. "Headed For The Future" (1985), "Lovescape" (1989), "Tennesee Moon" (1996) und füllte mit seinen spektakulären Live-Auftritten weltweit Hallen und Stadions. Ein viel beachtetes Alterswerk entstand aus der Zusammenarbeit mit dem Produzenten Rick Rubin in Gestalt der beiden Alben "12 Songs" (2005) und "Home Before Dark" (2008), wobei letzteres sogar die Nr. 1 in den Charts der USA und GB erreichte.

Anhänger von Neil Diamond, wie hier beim Hamburger Konzert, gibt es wohl in allen GenerationenAnhänger von Neil Diamond, wie hier beim Hamburger Konzert, gibt es wohl in allen GenerationenAls einer der erfolgreichsten Musiker weltweit hat Neil Diamond, den die New York Times einmal den "Marathon-Mann" der Pop- und Rockmusik genannt hat,  bislang sage und schreibe 45 Studio-, Konzert-, Weihnachts- und Filmmusik-Alben sowie eine Vielzahl von Kompilationen und Singles veröffentlicht und damit mehr als 130 Millionen Tonträger auf den internationalen Musikmarkt gebracht hat. Er ist Grammy-Preisträger, hat einen Platz in der Rock and Roll Hall of Fame, einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame und weitere hohe Auszeichnungen. Wie bekannt wurde, erhält Neil Diamond für sein herausragendes Lebenswerk als Singer/Songwriter nun auch den  Grammy Lifetime Achievement Award 2018.

Sicher ist es kein Zufall, dass Neil Diamond sein bisher letztes Studioalbum aus dem Jahre 2014 "Melody Road" betitelt hat. Denn sein ganzes Musiker- und Entertainerleben seit Mitte der sechziger Jahre ist er gleichsam auf einer Straße der Melodien unterwegs. Im Spannungsfeld  zwischen Melodie und Rhythmus hat bei ihm stets das Melodisch-Eingängige den Vorrang; selbst seine vielen temporeichen, rockigen Nummern sind melodisch einprägsam grundiert. Stilistisch kennzeichnend für Diamond ist so etwas wie "middle-of-the-road". Er war nie der süßholzraspelnde Schmusesänger (was ihm oberflächliche Betrachter gern vorwerfen) und nie der harte, rebellische Rocker-Typ (was ihm Gralshüter der eher heftigen Gangart ankreiden). Seinen Erfolgsweg hat er eben in der goldenen Mitte zwischen den musikalischen Extremen gefunden. Und damit wie kaum ein anderer Musikgeschichte geschrieben, was hoffentlich noch eine Weile anhält. Und darauf darf man getrost hoffen. Denn Neil Diamand, der leidenschaftliche Singer/Songwriter,  hat auch klargestellt: "Ich werde noch lange Zeit schreiben, Musik aufnehmen und in anderen Projekten aktiv sein." Wünschen wir dem wahrhaften Solitär der Pop- und Rockmusik dazu an seinem 77. Geburtstag viel Kraft und Glück.                                                                         

                                                                                    Text und Fotos (4): Manfred Weghenkel

K u l t u rK u l t u rL i f e s t y l eL i f e s t y l e   R e i s eR e i s e