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Reise, Kultur & Lifestyle


Aktuelles in Kürze 

Traditionsreicher Köcheklub mit frischem Fang. Foto: H.-J. ZeigertTraditionsreicher Köcheklub mit frischem Fang. Foto: H.-J. Zeigert

Wismar wrappt den Hering

Kulinarischer Klassiker: Zum 17. Mal finden auf Initiative des Hanseatischen Köcheclubs „Wismarbucht“ die Wismarer Heringstage statt. In Erinnerung an die goldenen Zeiten des Heringsfangs verwöhnen vom 16. bis 31. März 13 Gastronomen der Hansestadt und Umgebung ihre Gäste mit maritimen Spezialitäten – von frisch gebratenem Hering bis zu eingelegtem Matjes. Neu in diesem Jahr: der Herings-Wrap nach Matjes-Art. Der in einer Teigtasche eingewickelte Fisch wird mit Rösti und Knoblauch-Dip serviert.

Los geht es am 16. März um 10.00 Uhr am Alten Hafen, wo die Fische angelandet werden. In großen Heringskarren werden sie anschließend, begleitet durch ein Blasorchester und einen Schützenverein, zum Marktplatz befördert. Danach werden die Fische frisch zubereitet und Gäste zur Verkostung eingeladen. Dazu gibt es Shantys vom Chor „Blänke“. In den teilnehmenden Restaurants steht der Hering zudem 16 Tage lang ganz oben auf der Speisekarte.
Weitere Informationen: www.heringstage-wismar.de, www.wismar.de

 

Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität.Paolo Masaracchia, General Manager des Hotels in Moabit (l.), erläuterte im Gespräch mit Moderator Mario Schmidt das geschaffene Plus an Kapazität. Mercure Hotel MOA Berlin nun zukunftsfest

 Mit einer rauschenden Party, an der etwa 3.500 Branchenkollegen, Kunden und Freunde des Hauses teilnahmen und die von einem attraktiven Show-Programm gekrönt wurde, präsentierte das Mercure Hotel MOA Berlin, am 8. Januar seine im letzten Jahr bei laufendem Betrieb realisierten umfangreichen baulichen Erweiterungen.

140 neue Zimmer, darunter zehn Maisonette-Suiten, stehen den Gästen nun zusätzlich zur Verfügung. Eine neue, 450 Quadratmeter umfassende Bankettküche wurde ebenfalls fertiggestellt. Spürbar vergrößerten sich auch die Event- und Konferenzflächen. Der Tagungsbereich erstreckt sich nunmehr über drei Etagen mit 35 Konferenzräumen. Nicht zuletzt entstand ein neuer hauseigener Fitnessbereich. Zu den Verbesserungen gehört auch, dass die Rezeption nunmehr ins Zentrum des repräsentativen Atriums verlegt wurde, was den Gästen das Einchecken erleichtert.

"Damit ist unser Haus zukünftig bestens gewappnet insbesondere für das weiter anwachsende Veranstaltungsgeschäft", betonte der energiegeladene langjährige General Manager Paolo Masaracchia, der das 4-Sterne-Hotel, auch wenn es nicht in der City liegt, zu einer der gefragtesten Berliner Adressen entwickelt hat. Weitere Informationen: www.hotel-moa-berlin.de

Die berühmte Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer beglückwünschte  das MOA Hotel per Video von ihrer Afrika-Tour aus Äthiopien. Fotos: M. WeghenkelDie berühmte Berliner Rallyefahrerin Heidi Hetzer beglückwünschte das MOA Hotel per Video von ihrer Afrika-Tour aus Äthiopien. Fotos: M. Weghenkel

 

Wunderschön die Kutsche mit den Einhörnern - ein Highlight in der neuen Eiswelt Elstal. Foto: Karls Erlebnis-DorfWunderschön die Kutsche mit den Einhörnern - ein Highlight in der neuen Eiswelt Elstal. Foto: Karls Erlebnis-Dorf

 4. Eiswelt Elstal im Erdbeerkönigreich

Der weiter wachsende Freizeitpark "Karls Erlebnis-Dorf Elstal" westlich von Berlin wartet seit Monatsbeginn mit zwei neuen Attraktionen auf: dem zirkusartigen Indoor-Erlebnisareal Gummibeerchen-Land mit tanzenden Bären, Jahrmarktstimmung  und nostalgischem Schnick-Schnack, eingerahmt von einer Gummibeerchen-Manufaktur, sowie der inzwischen bereits 4. Eiswelt Elstal. Als Teil des Gummibeerchen-Landes ist sie Deutschlands größte Eisfiguren-Ausstellung, die unter dem Motto "Komm ins Erdbeerkönigreich"  jung und alt verzaubern will. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern schufen 24 Künstler aus 12 Ländern an 14 Stationen "erdbeerige" Eislandschaften aus 300 Tonnen Eis. Bei einem Rundgang durch die minus sieben Grad kalte Eiswelt erleben die staunenden Besucher fantastische Tierwelten, das Schloss des Erdbeerkönigs, viele Licht- und Musikeffekte sowie eine royale Eisbar, die Feuerzangenbowle, Erdbeer-Glühwein oder -Limes anbietet. Geöffnet ist die neue Eiswelt bis 3. November 2019 täglich von 9 bis 19 Uhr.

 Rasant und farbenprächtig geht's wieder im Show-Tempel an der Friedrichstraße zu. Foto: Manfred WeghenkelRasant und farbenprächtig geht's wieder im Show-Tempel an der Friedrichstraße zu. Foto: Manfred Weghenkel

Die neue Show "Vivid" im Friedrichstadt-Palast

Dazu eine kritische Betrachtung in der Rubrik "Kunst und Kultur"

 Ein eingespieltes Trio: Christian Andresen, Willy Weiland, Thomas Lengfelder (v.l.n.r.)Ein eingespieltes Trio: Christian Andresen, Willy Weiland, Thomas Lengfelder (v.l.n.r.)

Christian Andresen neuer Präsident der DEHOGA Berlin

Mit großer Mehrheit hat die Vollversammlung des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin e.V. (DEHOGA Berlin) am 14. Mai 2018 den Hotelier Christian Andresen zum neuen Präsidenten des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbandes der Gastgeber gewählt. Christian Andresen, Managing Partner der The Mandala Hotel GmbH, übernahm das Amt von Willy Weiland, der sich nach drei Legislaturperioden und 14 Jahren erfolgreicher ehrenamtlicher Arbeit nicht mehr zur Wahl stellte. Emotional bewegend dankten die Delegierten Willy Weiland für seine erfolgreiche, zielstrebige und vorwärtsweisende Arbeit für den Verband und die Entwicklung des Tourismus in der Hauptstadt. „In diesen 14 Jahren war er nicht nur unser dynamischer ehrenamtlicher Präsident, sondern auch Botschafter, Diplomat in Sachen Gastlichkeit, Vermittler und Wegbereiter“, fasste Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Berlin, in seiner Rede zusammen.

Christian Andresen hat den Staffelstab übernommen. Der 52-Jährige arbeitet seit 2013 im Präsidium des DEHOGA Berlin. Seine Hotellaufbahn begann 1988 in Hamburg mit einer Ausbildung zum Hotelfachmann im Atlantic Hotel Kempinski. Es folgten verschiedene Tätigkeiten im Controlling in Hamburg und Leipzig. 1998 ging der Hotelier nach Berlin, wo er ein Jahr später das The Mandala Hotel am Potsdamer Platz eröffnete. Seitdem ist er zusammen mit Lutz Hesse als Geschäftsführender Gesellschafter für The Mandala Hotel und The Mandala Suites tätig. „Die gegenwärtigen und langfristigen Herausforderungen für unsere Branche sind vielfältig und umfangreich. Das reicht von der Digitalisierung und hört beim Kampf gegen immer höher werdende bürokratische Hürden noch nicht auf. Wir als Verband sind für diese Herausforderungen gut aufgestellt und sprechen mit einer starken, gemeinsamen Stimme“, so der neu gewählte Präsident Christian Andresen. Info und Foto: DEHOGA Berlin

Im wildromantischen Dunajec-Tal rollt's gut. Bild: Wikinger ReisenIm wildromantischen Dunajec-Tal rollt's gut. Bild: Wikinger Reisen

Newcomer und Klassiker

für Radtouristen

Immer schön flüssig am Ufer entlang. Die Nase im Wind, den Blick aufs Wasser – das hat was. Wikinger Reisen, der anerkannte Spezialist für guten Wanderurlaub,  bietet auch 2018 Individualisten oder Kleingruppen jede Menge „Flusstouren“ an: Klassiker auf dem Donau-, Main- oder Mosel-Radweg. Und Geheimtipps – etwa entlang des französischen Doubs in Franche-Comté oder des Dunajec in Südpolen.
Radfans auf der Suche nach „Neuland“ kommen in Kleinpolen auf ihre Kosten – dort erwartet sie der Dunajec-Radweg. Gemeinsam erleben sie Krakau und die Hohe Tatra, entdecken die älteste Holzkirche Polens, besuchen Ritterdörfer und testen den besten Sliwowitz. Auch das Bilderbuchstädtchen Alt-Sandez steht bei dieser 11-tägigen geführten Reise auf dem Programm.
Ein „flüssiger“ Newcomer ist auch der französische Doubs. Individuelle Radurlauber mit Lust auf Neues reisen 2018 nach Franche-Comté. Entspannte Touren bringen sie von Montbéliard über Belfort und Besançon bis in die Senf-Metropole Dijon. Zur malerischen Natur kommt jede Menge Genuss: Franche-Comté, die Freigrafschaft Burgund, ist für eine gute und authentische Küche bekannt.

Die singenden Fontänen und Kolonnaden im tschechischen Marienbad. Foto: CzechTourismDie singenden Fontänen und Kolonnaden im tschechischen Marienbad. Foto: CzechTourism Marienbad feiert 200 Jahre Kurtradition

In diesem Jahr blicken viele Kurorte in Böhmen und Mähren auf die Gründung des ersten tschechoslowakischen Staates vor 100 Jahren zurück. Denn dieses Ereignis ist auch mit einem Aufschwung des Kurwesens verbunden. Im Mai wird in vielen der rund drei Dutzend tschechischen Kurbäder die neue Saison mit Festen und der traditionellen Weihe der Quellen offiziell eröffnet.

Viele Kurorte in Tschechien waren schon im 19. Jahrhundert Treffpunkt von Adeligen und Künstlern aus ganz Europa. Nachdem das Kurwesen mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs fast zum Erliegen kam, nahm es mit der Gründung des ersten tschechoslowakischen Staates im Oktober 1918 einen neuen Aufschwung.

Doppelten Grund zum Feiern gibt es in Mariánské Lázně (Marienbad). Dort feiert man 200 Jahre Kurtradition; am 6. November 1818 wurde Marienbad offiziell als Kurort anerkannt. Traditionell wird dort am zweiten Mai-Wochenende die Kursaison feierlich eröffnet. Beim Umzug in historischen Kostümen trifft man berühmte Gäste der Vergangenheit wie den britischen König Edward VII. Nach einem uralten Brauch werden an diesem Wochenende die Quellen geweiht und das Westböhmische Symphonieorchester gibt ein Konzert. Schon zwei Wochen zuvor, am 30. April, wird die Singende Fontäne an den Kurkolonnaden nach der Winterpause wieder in Betrieb genommen. Die Gäste können dann wieder zu jeder ungeraden Stunde die Wasserspiele zu klassischer Musik verfolgen.

Erfolgsproduzent Bernhard Kurz.

Foto: Manfred WeghenkelErfolgsproduzent Bernhard Kurz. Foto: Manfred Weghenkel
Tina Turners Lebensweg

im Estrel Festival Center

Seit mehr als zwanzig Jahren laufen im Hotel Estrel Berlin an der Sonnenallee in Neukölln erfolgreich die von Las Vegas inspirierten spektakulären Doppelgänger-Shows "Stars in Concert". Alle namhaften Größen der internationalen Rock- und Popmusik gaben sich in Gestalt optisch und stimmlich täuschend echter Doubles bisher ein Stelldichein. Entweder in bunter Mischung als "Sechser-Pack" pro Konzertabend, was die Regel ist,  oder in etwas aufwendiger angelegten Specials bzw. Musicals, die einem Superstar, wie Elvis Presley, oder einer Band, wie The Beatles, gewidmet sind.
Seit dem 21. Februar gibt es nun das bewegte Leben der US-amerikanischen Rockröhre Tina Turner als Musical "Simply the Best". Mit etwa  180 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zu den erfolgreichsten Sängerinnen überhaupt. 

Estrel-Musikproduzent Bernhard Kurz zeichnet die über fünf Jahrzehnte währende Karriere Tina Turners leicht und spritzig  nach - von den bescheidenen Anfängen im Jahre 1958 als Backgroundsängerin in der Band ihres späteren Ehemanns Ike Turner, den großen Chart-Erfolgen des Duos Ike & Tina Turner über die schmerzvolle Trennung von Ike und den schweren solistischen Neustart in den 1980er Jahren bis hin  zu den großen Welthits wie "Private Dancer", "We Don't Need Another Hero", "GoldenEye" oder eben "Simply the Best". Dargestellt wird Tina von der ebenfalls aus Amerika stammenden Dorothea "Coco" Fletcher, die zu den professionellsten Tina-Turner-Lookalikes gehört, wovon sich die Estrel-Besucher schon seit langem überzeugen konnten. Begleitet wird Coco Fletcher in dieser mitreißenden, über zwei Stunden währenden Live-Show von excellenten Musikern, wie dem Grammy-Preiträger Vasti Jackson als Ike Turner und dem fabelhaften Background-Trio "The Ikettes". Gespielt wird das Musical "Simply the Best" in Berlin bis 18. März 2018. Danach geht es auf Tournee.

Übrigens, die inzwischen 78-jährige Tina Turner, die 2009 das letzte Mal auf Welttournee ging und seit 2013 Schweizer Staatsbürgerin ist,  bekommt - genauso wie der legendäre Singer/Songwriter Neil Diamond - für das herausragende Lebenswerk den Grammy Lifetime Achievement Award 2018.

Bestens drauf: Coco Fletcher
als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred WeghenkelBestens drauf: Coco Fletcher als livehaftiges Energiebündel Tina Turner. Foto: Manfred Weghenkel

Vicke Schorfers Stadtansichten, Foto: KEDVicke Schorfers Stadtansichten, Foto: KED

 15. Eiswelt in Rövershagen zeigt 800 Jahre Rostock

Unter dem Titel „Die geheimnisvolle Stadt – 800 Jahre Rostock“ feiert die jetzt eröffnete 15. Eiswelt Rövershagen mit einer spektakulären Ausstellung das große Jubiläum der Hansestadt. Auf einer Fläche von 2.000 Quadratmetern versetzen an insgesamt 18 Stationen Geschichten aus mehr als 350 Tonnen Eis Besucher ins Staunen. Die gefrorene Erlebniswelt nimmt große und kleine Gäste mit auf eine kuriose Reise durch 800 Jahre Stadtgeschichte, porträtiert humorvoll historische Figuren und erzählt augenzwinkernd bisher unbekannte Anekdoten aus der Region. Ergänzt wird die außergewöhnliche Ausstellung um geeiste Rutschen, eine Koggen-Eisbar und ein Eishotel mit zwei Zimmern, die zu kuscheligen Übernachtungen bei minus sieben Grad einladen. Die 15. Eiswelt im „Eiswerk“ in Karls Erlebnis-Dorf Rövershagen ist bis Ende Oktober 2018 täglich von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet.         

 

Erste Porzellankirche auf der     Leuchtenburg

Die unweit der B 88 zwischen Rudolstadt und Jena bei Kahla 400 Meter über dem Tal gelegene Leuchtenburg gilt als eine der schönsten Höhenburgen unseres Landes. Die vielbesuchte "Königin des Saaletales" ist um eine neue Attraktion reicher geworden: Nach rund 145 Jahren anderweitiger Nutzung wurde die alte Burgkapelle zur ersten Porzellankirche Deutschlands umgestaltet. Die Pläne für den Raum mit seiner einzigartigen Atmosphäre stammen von dem in Los Angeles lebenden Architekten Michael J. Brown, ein Schüler des Star-Architekten Daniel Libeskind. Für die Besucher werden dort nun neben den regelmäßigen Orgelkonzerten anspruchsvolle Veranstaltungen stattfinden. So wird z. B. im Oktober 2018 eine Chorwoche mit namhaften Chören aus dem In- und Ausland stattfinden.

 

 Parkhotel Rügen - auch bei Gruppen beliebtParkhotel Rügen - auch bei Gruppen beliebt

 

Das Parkhotel Rügen wird zunehmend digitaler

Im Herzen von Deutschlands größter Insel liegend, blickt das Parkhotel Rügen mit  neuer virtueller Information in die Zukunft der Gästekommunikation. Gemeinsam mit dem Virtual Reality-Anbieter VR Easy aus Brandenburg entwickelte das Bergener Urlaubs- und Geschäftsreisehotel eine 360 Grad-Führung durch alle Innen- und Außenbereiche des Hauses. „Mit Hilfe des neuen digitalen Angebots können sich unsere Gäste bereits vor ihrem Aufenthalt ein genaues Bild vom Hotel machen“, sagt Direktorin Charis Schalley. Die digitale Hausführung wird ab sofort online sowie auf Messen mit  VR-Brillen angeboten.
Mit der virtuellen Plattform steht das Parkhotel Rügen am Anfang eines Digitalisierungsprozesses. Die 3D-Hotelführung soll zukünftig um weitere interaktive Elemente erweitert werden.

 

Winterfun mit Snowmobilen im großen alpinen Skiareal von Vemdalen (Provinz Härjedalen) Foto: M. Nikkinen Winterfun mit Snowmobilen im großen alpinen Skiareal von Vemdalen (Provinz Härjedalen) Foto: M. Nikkinen

 

 Nordschweden - schneesicheres  Winterwunderland

Die nordschwedische Region Västerbotten unweit des Polarkreises präsentiert sich meist bis weit in den April als echtes Winterparadies mit reichlich Schnee und zugefrorenen Seen vom Meer bis hinauf ins Fjäll. Idealer Ausgangspunkt für nordische Winterabenteuer ist die Stadt Skellefteå (sprich: Schelleffteo): Die jüngste Stadt an der Küste Nordschwedens bietet den perfekten Mix aus Stadtleben und Kultur mitten in kontrastreicher (Winter-)Natur. Wo sonst kann man zum Beispiel mitten im Ort auf einem zugefrorenen Fluss eine Schneemobil-Tour machen? Übrigens, auf dem Eis gelten dieselben Regeln wie auf der Straße. Verkehrsschilder helfen beim Orientieren. Wem das zu rasant ist, dem sei eine geführte Schneeschuhwanderung empfohlen. Auf dem Fluss Skellefteå Älv – und je nach Eisdichte sogar auf der zugefrorenen Ostsee – geht es mit ortskundigem Guide zwei Stunden lang durch tiefen Schnee bis hinaus in die Wälder rund um das 1845 gegründete Skellefteå. Unterwegs erwartet Teilnehmer eine Fika, die typisch schwedische Kaffeepause, mit wärmenden Getränken und Snacks.

 Wer Västerbottens winterliche Natur ausführlich entdecken will, kann im Februar kommenden Jahres bei Swenature fünf Tage lang Eis, Schnee und die klare Winterluft der Inselwelt bei Skellefteå entdecken. Im Aktivpaket enthalten sind unter anderem eine Schneeschuhwanderung, eine Elchsafari mit Schneemobil, eine Ausfahrt mit einem Eisbrecher, Übernachtung, Verpflegung und vieles mehr. Tipp: Nach einem Tag in unberührter Natur bietet Skellefteå eine Reihe Restaurants, in denen traditionelle Norrland-Gerichte neben Gourmetmenüs mit regionalen Zutaten auf der Karte stehen.

Die Prignitz: Alter Landstrich mit neuem Pep (Teil 1)

Veröffentlicht am 08.10.2018

Manfred Weghenkel

Buchstäblich als "Perle der Prignitz" gilt die Kreisstadt Perleberg. Hier der Große Markt mit der Rolandsfigur von 1546 und dem Rathaus im gotischen und neogotischen Stil. Dahinter die ebenfalls stadtbildprägende Pfarrkirche St. Jacobi.Buchstäblich als "Perle der Prignitz" gilt die Kreisstadt Perleberg. Hier der Große Markt mit der Rolandsfigur von 1546 und dem Rathaus im gotischen und neogotischen Stil. Dahinter die ebenfalls stadtbildprägende Pfarrkirche St. Jacobi.Apfelschwemme sowie Mord und Totschlag in Kyritz an der Knatter, Wandern und Biken im ehemaligen "Bombodrom", spritzige Segway-Touren im altehrwürdigen Perleberg, Knieperkohlessen in Neudorf, Schiffsrundfahrt in Havelberg, Burgenbesuche in Lenzen an der Elbe und auf der riesigen Plattenburg bei Bad Wilsnack, E-Bike-Touren auf dem mehrfach ausgezeichneten Elberadweg. Diese und viele andere Anziehungspunkte bietet ihren Besuchern die im äußersten Nordwesten des Landes Brandenburg - etwa in der Mitte zwischen Berlin und Hamburg - gelegene weiter aufstrebende Tourismusregion "Prignitz". Sie gehört zwar nicht zu den spektakulären Wow-Destinationen mit Massentourismus (was ja sogar positiv sein kann), wartet aber nichtsdestoweniger mit zahlreichen Aha-Erlebnissen für Freunde von Natur, Kultur, Kulinarik und Aktivurlaub auf. Dies möchte ich Ihnen in einem mehrteiligen Bericht etwas nahebringen...

Zunächst einmal sei festgehalten, dass die Prignitz für Urlauber und Touristen immer anziehender wird. Während im gesamten Land Brandenburg die Zahl der Gästeübernachtungen im 1. Halbjahr 2018 um 4, 9 Prozent auf mehr als sechs Millionen gestiegen ist, legte die Prignitz sogar ein sattes Plus von 7,5 Prozent hin. Nach dem benachbarten Havelland und der Uckermark liegt sie damit immerhin auf dem dritten Platz.

Die diesjährige Apfelschwemme bringt für Martin Wietz, Chef von "Kyritzer Fruchtsäfte", reichlich Arbeit.

Die diesjährige Apfelschwemme bringt für Martin Wietz, Chef von "Kyritzer Fruchtsäfte", reichlich Arbeit. Die auf slawische Siedlungen zurückgehende historische Landschaft Prignitz - gegliedert durch die Flüsse Löcknitz, Stepenitz und Dosse - wurde nach vielen Kämpfen gegen die sogenannten "Heiden" erst im Mittelalter ab dem 12. Jahrhundert  zu einem politischen Gebilde. Damals entstanden auch solche heute noch bekannten Städte wie Havelberg, Perleberg, Lenzen, Wittstock, Wusterhausen/Dosse und Kyritz. Übrigens, selbst der Name "Prignitz" stammt vom slawischen "pregnyca" ab und bedeutet in etwa "undurchdringlicher Wald". Aber das ist nun wirklich Geschichte.

Zuerst soll es nach Kyritz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin gehen. Dieses geschichtsträchtige 10.000-Einwohner-Städtchen hat einen malerischen Kern mit alten Fachwerkhäusern und einem schönen Marktplatz. Dort fallen das dem englischen Tudorstil nachempfundene backsteinerne Rathaus und ein markantes Jugendstilgebäude, heute Bankensitz, besonders auf.

Wohlschmeckend und vitaminreich - die hochwertigen Obstsäfte aus Kyritz.Wohlschmeckend und vitaminreich - die hochwertigen Obstsäfte aus Kyritz.Wird jetzt in Neuzelle gebraut und abgefüllt: das Kyritzer Traditionsbier.Wird jetzt in Neuzelle gebraut und abgefüllt: das Kyritzer Traditionsbier.

 

 

 

 

 

 

 

 






Schon der sogar amtlich verwendete Name "Hansestadt Kyritz an der Knatter" birgt für den Fremden zwei Fragezeichen in sich. Eine Hansestadt im tiefsten Binnenland? Und was bedeutet "an der Knatter!? Nun ja, beides hängt wohl mit dem Flüsschen Jäglitz zusammen. Dort haben früher etliche Wassermühlen gestanden, deren Räder ständig so laut knatterten, dass Kyritz eben den Zusatznamen "an der Knatter" erhielt. Zudem: Als die Jäglitz einst mit Handelsschiffen befahrbar war, konnte Getreide über Havelberg nach Hamburg und von dort weiter bis England und ins Baltikum transportiert werden. Durch diese Meeresanbindung wurde Kyritz im 14. Jahrhundert Mitglied der Hanse.

Auch Bürgermeisterin Nora Görke findet das Bier "Kyritzer Mord und Totschlag" lecker.Auch Bürgermeisterin Nora Görke findet das Bier "Kyritzer Mord und Totschlag" lecker.Bekannt ist Kyritz nicht zuletzt durch sein hier schon im 17. Jahrhundert gebrautes Schwarzbier mit dem merkwürdigen Namen "Mord und Totschlag", der  wohl wegen des damals nicht ganz sauberen Wassers zustande kam. An der Brautradition wird bis heute, natürlich bei gesundem Wasser, festgehalten.  Bürgermeisterin Nora Görke: "Leider haben wir aber jetzt keine Brauerei mehr in der Stadt, so dass unser Traditionsbier nun woanders in Brandenburg - nämlich in der Klosterbrauerei von Neuzelle - entsteht." Dem starken dunklen Getränk  (7,2 % Alkohol) mit dem sich als recht werbewirksam erwiesenen historischen Namen "Kyritzer Mord und Totschlag" hat das nicht geschadet; es ist nach wie vor süffig, manchem vielleicht ein Tick zu süß.

Kaufen kann man das Nostalgie-Bier z. B. im Hofladen der Kyritzer Fruchtsäfte Mosterei, wo in Kombination aus altbewährten Kelterhandwerk und zeitgemäßen Produktionstechniken schmackhafte Qualitätsfruchtsäfte aus regionalen Rohstoffen entstehen. Denn dieser kleine Familienbetrieb, die älteste Mosterei in Prignitz-Ruppin,  liegt inmitten einer landwirtschaftlich geprägten Region, wo unter guten klimatischen Bedingungen viele Obstsorten wachsen. Noch häufig anzutreffen sind hier Streuobstwiesen mit sehr alten Apfel- und Birnensorten. Das im Herbst 1989 gegründete Unternehmen investierte von 1994 bis 1996 in den Neubau einer Produktionshalle und in neue Produktionstechnik. Das heutige Sortiment der auch bei Urlaubern und Touristen gefragten Marke "Kyritzer Fruchtsäfte" besteht aus mehr als 40 Sorten Säfte, Nektare, Saftgetränke, Fruchtweine und Glühweine. Geführt wird der Familienbetrieb mit sieben Beschäftigten in zweiter Generation von Martin Wietz, der berichtet: "Gut, dass es 2018 aufgrund des langen heißen Sommers wieder eine wahre Apfelschwemme gibt. Dadurch werden wir mehr als 350 Tonnen Äpfel verarbeiten."

Idyllisch die auf einer Insel gelegene urige Kyritzer Ausflugsgaststätte "INSL".


Idyllisch die auf einer Insel gelegene urige Kyritzer Ausflugsgaststätte "INSL". Am Rande von Kyritz lockt die beliebte Ausflugsgaststätte "Insl" die Gäste an. Das Wort schreibt sich originellerweise tatsächlich so - also ohne "e".  Das auf einer kleinen Insel gelegene gemütliche Lokal ist nur mit einer Fähre zu erreichen. Draußen gibt es eine große Terrasse direkt am Wasser. Das Speiseangebot kann sich sehen lassen; sehr gefragt sind z. B. der leckere Insl-Burger und der bunte saisonale Wildkräutersalat, "frisch gepflückt von unserem lieben Bio-Bauer Frank vom Ökohof Waldgarten in Barenthin", wie es auf der Karte nahezu familiär heißt.

Natur- und Landschaftsführer Olaf Wolff erläutert den Besuchern am Parkplatz Pfalzheim die Kyritz-Ruppiner Heide.

Natur- und Landschaftsführer Olaf Wolff erläutert den Besuchern am Parkplatz Pfalzheim die Kyritz-Ruppiner Heide. Von Kyritz aus soll es nun in die nahegelegene Kyritz-Ruppiner Heide gehen. Sie ist mit knapp 12.000 Hektar  Fläche eine der größten zusammenhängenden Heidegebiete Europas. Wo früher Kampfjets kreisten, sind es heute Seeadler und andere imposante Vögel. In diesem Gebiet, das jahrzehntelang bis 1993 als sowjetischer Truppenübungsplatz - im Volksmund "Bombodron" genannt - diente, konnte sich eine einzigartige Natur mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten entwickeln. Damals war diese Landschaft als militärisches Sperrgebiet für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Heute ist sie es aber zumindest teilweise wieder, wobei wegen noch vorhandener Munitionsreste für Touren nur die sogenannte Südspange freigegeben ist. Am schönsten ist ein Heidebesuch natürlich von Mitte August bis Ende September, wenn die lila blühende Calluna vulgaris (Besenheide) großflächig einen wahren Farbenrausch entfaltet.

Eine Wandergruppe auf dem Weg zum Sielmann-Hügel, wo manchmal sogar Konzerte stattfinden.Eine Wandergruppe auf dem Weg zum Sielmann-Hügel, wo manchmal sogar Konzerte stattfinden.Drei günstige, vielbenutzte Zugänge zur Kyritz-Ruppiner Heide liegen bei den Ortschaften Rossow, Neuglienicke und Pfalzheim. Nach Terminvereinbarung stehen Busgruppen, Firmen, Schulklassen usw. zertifizierte Natur- und Landschaftsführer (www.heide-guide.de) ganzjährig für begleitete Touren der verschiedensten Art zur Verfügung. So bietet Andree Kienast Wanderungen und Sternebeobachtungen an, Olaf Wolff hat sich auf Nordic Walking-Ausflüge spezialisiert, Günter Lutz auf Rad- und Fatbiketouren. Auch Kutschfahrten und Kremsertouren sind im Angebot. Beliebt ist bei solchen Touren auch "Fontanes Heidepicknick" mit saisonal-regionalen Produkten. Das hätte sicher auch dem berühmten Schriftsteller der Mark Brandenburg, eben Theodor Fontane, geschmeckt, der 1819 ganz in der Nähe in Neuruppin geboren wurde und dessen 200. Geburtstag im nächsten Jahr gefeiert wird.

Auch mit E-Bikes und Fatbikes, die wie hier vom Wittstocker mobilen Reiseberater Günter Lutz (2.v.l.) angeboten werden, lässt sich die Heidelandschaft wunderbar erkunden.Auch mit E-Bikes und Fatbikes, die wie hier vom Wittstocker mobilen Reiseberater Günter Lutz (2.v.l.) angeboten werden, lässt sich die Heidelandschaft wunderbar erkunden.Eine zünftige Picknick-Rast auf dem Sielmann-Hügel, benannt nach dem großen Naturliebhaber und Tierfilmer Heinz Sielmann (1917 - 2006),  ist oft das Highlight einer Heidetour.Eine zünftige Picknick-Rast auf dem Sielmann-Hügel, benannt nach dem großen Naturliebhaber und Tierfilmer Heinz Sielmann (1917 - 2006), ist oft das Highlight einer Heidetour.Übrigens, ein idealer Platz für so ein Heide-Picknick im Rahmen der Aktivangebote mit den Natur- und Landschaftsführern ist der Heinz-Sielmann-Hügel, der nur etwa 1 Kilometer vom Parkplatz Pfalzheim, wo auch Busse stehen können, entfernt liegt. Schon jetzt hat man von oben wunderschöne Aussichten auf die Heidelandschaft. Die werden sich noch verbessern, wenn das Projekt, einen 15 Meter hohen Naturbeobachtungsturm zu bauen, endlich realisiert wird.

                                                                                       Text und Fotos (10): Manfred Weghenkel

 

Weitere Informationen: 

Tourismusverband Prignitz e.V.

Großer Markt 4

19348 Perleberg

Telefon: 03876/30 74 19 20

E-Mail: info@dieprignitz.de

Internet: www.die prignitz.de

 

 

 

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